53 Jahre Warten haben ein Ende: Die New York Knicks sind NBA-Meister! Mit einem 94:90-Sieg in Spiel 5 bei den San Antonio Spurs sicherte sich das Team aus der großen Apfel den ersten Titel seit 1973. Der unumstrittene Held des Abends war Jalen Brunson. Der 1,88 Meter große Aufbauspieler erzielte 45 Punkte und führte seine Mannschaft fast im Alleingang zum entscheidenden Erfolg.
Historischer Triumph für die Knicks
Für die New York Knicks ist es der erste Meistertitel seit 1973. Die Mannschaft von Trainer Mike Brown zeigte eine beeindruckende Leistung, insbesondere in der entscheidenden Phase des Spiels. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 16 Punkten kämpften sich die Knicks zurück und drehten die Partie im Schlussviertel. Am Ende stand ein 94:90-Sieg, der die Basketballwelt in Aufruhr versetzte.
Deutscher Jubel: Ariel Hukporti als dritter Deutscher mit NBA-Titel
Neben den Knicks-Fans konnte sich auch ein Deutscher freuen: Ariel Hukporti. Der 24-Jährige ist nach Dirk Nowitzki (2011 mit den Dallas Mavericks) und Isaiah Hartenstein (2025 mit Oklahoma City Thunder) der dritte deutsche Spieler, der die NBA-Meisterschaft gewinnt. Hukporti kam in Spiel 5 zu Kurzeinsätzen und steuerte einen Rebound und einen Assist bei.
Spielverlauf: Von Rückstand zum Triumph
Die Spurs starteten stark und führten nach dem ersten Viertel mit 23:13. Im zweiten Viertel bauten sie den Vorsprung auf 16 Punkte aus (31:15). Doch die Knicks blieben dran und verkürzten bis zur Halbzeit auf 42:37. Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ariel Hukporti wurde zweimal eingewechselt, blieb aber ohne Punkte. Vor dem Schlussviertel führten die Spurs mit 72:65.
Dramatisches Finale
Im letzten Viertel wurde es richtig spannend. Bei 83:79 für die Spurs gab es eine umstrittene Foulentscheidung gegen Victor Wembanyama. Die Spurs-Coach Mitch Johnson legte erfolgreich Challenge ein, sodass das Foul gegen Karl-Anthony Towns von den Knicks gewertet wurde. Knapp viereinhalb Minuten vor Schluss glichen die Knicks zum 83:83 aus. Kurz darauf gingen sie erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung (86:85) und ließen sich diese nicht mehr nehmen. Die Spurs fanden kein Mittel mehr, die Knicks spielten die Partie souverän zu Ende.
Fans in Feierlaune – trotz Sicherheitsbedenken
Bemerkenswert war die massive Präsenz von Knicks-Fans in der ausverkauften Spurs-Arena (18.894 Zuschauer). Laut der Wiederverkaufsplattform Gametime wurden 54 Prozent der Tickets von Fans aus New York oder New Jersey erworben, während nur zwölf Prozent aus Texas kamen. Die Spurs hatten den Verkauf auf einen 150-Meilen-Radius um San Antonio beschränkt, um einen Ansturm der Knicks-Anhänger zu verhindern. Trotz der Fan-Präsenz blieb es diesmal friedlich, anders als nach Spiel 4, als es in New York zu Ausschreitungen kam.
Mit dem Sieg beenden die Knicks eine 53-jährige Durststrecke und schreiben NBA-Geschichte. Jalen Brunson wurde als wertvollster Spieler der Finalserie ausgezeichnet.



