Die Schauspielerin Ania Niedieck, bekannt aus der RTL-Serie „Alles was zählt“, hat scharfe Kritik am Verhalten mancher Eltern bei Fußballspielen von Kindern geübt. Die 42-Jährige, die regelmäßig die Spiele ihrer Tochter verfolgt, zeigte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erschüttert über den rauen Umgangston am Spielfeldrand.
„Extrem rau und grenzwertig“
„Ich stehe gerne bei den Fußballspielen meiner Tochter am Spielfeldrand. Mitunter bin ich aber ehrlich gesagt geschockt darüber, wie sich dort manche andere Eltern äußern“, erklärte Niedieck. Zwar würden keine direkten Schimpfwörter fallen, der Ton sei jedoch „extrem rau und grenzwertig“. Sie berichtet von Sätzen wie „Mann, schieß jetzt mal!“ oder „Bist du blind?“, die sie als äußerst problematisch empfindet. „In solchen Momenten denke ich mir nur: Leute, beruhigt euch, das ist doch hier schließlich nur Kinderfußball“, appellierte die Schauspielerin an die Vernunft der Eltern.
Vom Gelegenheitsgucker zur Fußball-Mutter
Niedieck, die seit 2010 die Rolle der Isabelle Reichenbach in der Kölner Serie spielt und gemeinsam mit Phil Pauls den Podcast „Blondie Spritz“ betreibt, stammt aus Mettmann. Ihre Tochter hat sie tief in die Fußballwelt hineingezogen. Das Mädchen spielt seit drei Jahren im Verein und ist das einzige Mädchen in ihrer Mannschaft. „Ich war eigentlich immer nur der klassische WM- und EM-Gucker und habe mich nie wirklich für Fußball interessiert“, gestand Niedieck. Doch das habe sich grundlegend geändert: Sie sei „ein bisschen Fußball-Mutter wider Willen“ geworden.
„Wenn wir im Auto sitzen, fordert sie mich auf, meine Lieblingsspieler auf dem linken Außenfeld oder dem rechten Flügel von eins bis fünf zu ranken. Mittlerweile stecke ich viel tiefer im Fußballgame, als ich es mir jemals hätte träumen lassen“, so die Schauspielerin. Ihre Tochter spielt als letzte Verteidigerin vor dem Tor und hält den Jungs den Rücken frei. „Auch wenn ich es mit den Regeln selbst noch nicht immer ganz perfekt habe, macht es einfach unglaublich Spaß, ihr dabei zuzusehen“, fügte sie hinzu.



