Der deutsche Schwergewichtsboxer Agit Kabayel steht kurz vor seinem Traum vom WM-Titel. Der Weltverband World Boxing Council (WBC) hat Weltmeister Oleksandr Usyk eine Frist gesetzt, um gegen Kabayel anzutreten. Usyk hatte seinen WBC-Gürtel zuletzt im Mai in Ägypten gegen den Niederländer Rico Verhoeven verteidigt, allerdings nur mit einem knappen Sieg.
WBC-Präsident bestätigt Pflichtverteidigung
WBC-Präsident Mauricio Sulaimán erklärte gegenüber boxingscene.com: „Die Entscheidung des WBC lautete: Es gibt einen freiwilligen Titelverteidigungskampf, danach tritt der Sieger gegen Kabayel an. Dieser Kampf wird heute angeordnet und ist für Usyk ein Pflichtkampf.“ Demnach hat der Ukrainer nun 30 Tage Zeit, um den Kampf zu akzeptieren. Sollte er ablehnen, droht ihm der Titelentzug – dann würde Kabayel zum neuen Weltmeister ernannt.
Kabayel zeigt sich emotional
Nach der Ankündigung des Verbands reagierte Kabayel auf Instagram mit bewegenden Worten: „Worte können nicht beschreiben, was mir das bedeutet. Seit ich mit dem Boxen angefangen habe, war es mein Traum, Weltmeister zu werden. Viele Leute haben an mir gezweifelt, aber ich habe nie aufgehört, daran zu glauben.“ Der 34-Jährige aus Bochum hält derzeit den WBC-Interimstitel und hatte diesen im Januar in Oberhausen erfolgreich gegen den Polen Damian Knyba verteidigt.
Historische Chance für deutsches Boxen
Ein Sieg gegen Usyk wäre historisch: Kabayel wäre der erste deutsche Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling im Jahr 1932. In den vergangenen Monaten forderte er den Ukrainer immer wieder öffentlich heraus. Zuletzt postete er ein Video, in dem er Usyk direkt ansprach: „Der WBC will diesen Kampf sehen. Die Fans wollen ihn auch. Und du hast im Ring zugestimmt. Also, Usyk: Lass es uns angehen.“
Die Boxwelt blickt nun gespannt auf die Entscheidung von Usyk. Sollte der Kampf zustande kommen, wäre es einer der bedeutendsten Schwergewichts-Fights der letzten Jahre.



