Gladbachs Absturz: 110 Millionen Euro Marktwert verloren
110 Mio. Euro Marktwertverlust bei Gladbach

Borussia Mönchengladbach steckt in einer sportlichen und wirtschaftlichen Krise. Der aktuelle Kaderwert der Fohlen liegt bei nur noch 134 Millionen Euro – das bedeutet in der kommenden Bundesliga-Saison lediglich Platz 12. Damit rangiert der Traditionsverein hinter Teams wie Werder Bremen (150 Millionen Euro), dem FC Augsburg (164 Millionen) und Mainz 05 (168 Millionen). Ein Hauptgrund ist der Abgang zahlreicher Topspieler in den vergangenen Jahren, aber auch der dramatische Wertverlust einiger einstiger Leistungsträger. Laut dem Portal transfermarkt.de haben vier Profis zusammen beachtliche 110 Millionen Euro an Marktwert eingebüßt.

Giovanni Reyna: Vom Wunderkind zum Ladenhüter

Der US-Nationalspieler Giovanni Reyna galt vor fünf Jahren als eines der größten Talente im Weltfußball. Mit nur 19 Jahren wurde sein Marktwert auf stolze 42 Millionen Euro taxiert. Borussia Dortmund hatte sich die Dienste des feinen Technikers früh gesichert. Doch die erhoffte Entwicklung blieb aus. Verletzungen und mangelnde Spielpraxis ließen seinen Wert kontinuierlich sinken. Mittlerweile wird Reyna, der im Sommer 2025 nach Gladbach wechselte, auf lediglich vier Millionen Euro geschätzt. Der Wertverlust beträgt damit 38 Millionen Euro – der höchste im gesamten Kader.

Florian Neuhaus: Kreuzbandriss als Karriereknick

Florian Neuhaus erreichte im Februar 2021 seinen Höchstwert von 38 Millionen Euro. Damals hatte der Mittelfeldspieler sogar den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft geschafft (zehn Länderspiele). Doch ein Teilriss des Kreuzbandes im September 2022 warf ihn sportlich weit zurück. Seitdem kämpft der 29-Jährige um den Anschluss, sein Marktwert stürzte auf nur noch 2,5 Millionen Euro ab. Das entspricht einem Verlust von 35,5 Millionen Euro. Neuhaus konnte trotz mehrerer Anläufe nicht mehr an die Form vor der Verletzung anknüpfen.

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Nico Elvedi: Konstanz ohne Wertsteigerung

Der Schweizer Innenverteidiger Nico Elvedi hatte seinen maximalen Marktwert im Dezember 2019 mit 35 Millionen Euro. Seither sank der Wert kontinuierlich, obwohl Elvedi in der Bundesliga und im Nationalteam weiterhin konstante Leistungen zeigte. Bei der WM 2026 in den USA war er sogar einer der stärksten Innenverteidiger des Turniers: Mit insgesamt 60 geklärten Bällen in sechs Spielen belegte er Rang eins in dieser Kategorie. Dennoch wird sein Marktwert aktuell nur noch mit acht Millionen Euro beziffert – ein Minus von 27 Millionen Euro.

Tomas Cvancara: Fehleinkauf der Borussia?

Der tschechische Stürmer Tomas Cvancara wechselte 2023 zu Borussia Mönchengladbach und sein Marktwert stieg kurzzeitig auf zwölf Millionen Euro. Doch die erhofften Leistungen blieben aus. In den folgenden Jahren enttäuschte Cvancara, sein Wert fiel auf magere zwei Millionen Euro. Der Verlust von zehn Millionen Euro macht ihn zum vierten im Bunde der Absturz-Profis. Kritiker bezeichnen den Transfer inzwischen als Fehleinkauf.

Fazit: Strukturelle Probleme bei Gladbach

Der immense Wertverlust der vier Spieler spiegelt die sportliche Talfahrt von Borussia Mönchengladbach wider. Neben den Abgängen von Leistungsträgern wie Marcus Thuram, Ramy Bensebaini oder Jonas Hofmann fehlt es dem Verein an einem klaren sportlichen Konzept. Die Kaderplanung der letzten Jahre hat sich als problematisch erwiesen – teure Fehleinkäufe und ausbleibende Entwicklung junger Talente haben den Kaderwert massiv sinken lassen. Sollte sich der Trend fortsetzen, droht Gladbach langfristig der Abstieg ins Mittelmaß der Bundesliga. Die Verantwortlichen sind gefordert, dringend gegenzusteuern.

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