Kerim Alajbegovic ist am Montag in das Training bei Bayer Leverkusen eingestiegen, doch sein Abschied steht unmittelbar bevor. Der 18-jährige offensive Mittelfeldspieler, der bei der Weltmeisterschaft eine starke Leistung für Bosnien und Herzegowina gezeigt hat, steht nach Informationen von BILD kurz vor einem Wechsel zu einem europäischen Spitzenverein. Zur Auswahl stehen der FC Chelsea unter Trainer Xabi Alonso, der Bayer 2024 zur ersten Meisterschaft führte, und der italienische Rekordmeister Juventus Turin. Beide Klubs haben eine Einigung mit Bayer erzielt, sodass Alajbegovic nun selbst in konkrete Vertragsverhandlungen eintreten kann.
Alajbegovic vor der Entscheidung
Die Gespräche über die sportliche Perspektive hat der Teenager am Wochenende abgeschlossen. Bei Chelsea ist nach Angaben von BILD eine einjährige Leihe zu einem Klub möglich, der mindestens in der Europa League spielt. Juventus hingegen lockt ihn mit der Rolle des Spielmachers, die er bei den Italienern sofort einnehmen soll. Für Bayer wäre Chelsea die lukrativere Variante: 40 Millionen Euro inklusive Boni würden die Engländer zahlen. Turin hat sein Angebot nachgebessert, liegt aber mit über 35 Millionen Euro etwas darunter. Ein beachtlicher Betrag für einen Spieler, den Leverkusen im eigenen Nachwuchs ausgebildet hat und der gerade erst von seiner ersten Profisaison bei RB Salzburg zurückgekehrt ist.
Bayers Transferplanung mit Millionenüberschuss
Neben Alajbegovic steht mit Ernest Poku ein weiterer Offensivspieler vor dem Absprung. Der 22-Jährige wird von Sunderland aus der Premier League umworben, die Ablösesumme soll bei 25 Millionen Euro liegen. In der Summe kämen somit über 60 Millionen Euro zusammen. Sportchef Simon Rolfes und Profi-Boss Kim Falkenberg haben mit ihrem Nachwuchskonzept für einen Millionensegen gesorgt. Die Frage ist nun, wie das Geld investiert wird.
Ein Kandidat ist Ibrahim Mbaye, ein 18-jähriger Rechtsaußen von Paris Saint-Germain, der bei der WM für Senegal spielte. Das Talent aus der PSG-Schule würde über 40 Millionen Euro kosten – eine Summe, die Bayer noch nie für einen einzelnen Spieler ausgegeben hat. Das Geld wäre vorhanden, doch Rolfes zögert.
Erfahrener Spieler gesucht
Der Grund: In der Offensive hat Bayer bereits eine Reihe junger Top-Spieler wie Maza, Kofane, Moreira, Ben Seghir und Culbreath. Für die aktuelle Mannschaft wäre ein erfahrener Spieler nach Ansicht von Simon Rolfes möglicherweise wertvoller. Nach BILD-Informationen sucht der Sportchef daher gezielt nach diesem Spielerprofil. Die Entscheidung über die Verwendung der Alajbegovic-Millionen steht noch aus, doch Leverkusen hat alle Optionen.



