Alba Berlin siegt souverän gegen Bamberg und steht vor Finaleinzug
Alba Berlin siegt souverän gegen Bamberg

Die Max-Schmeling-Halle in Berlin erlebte am Montagabend einen weiteren Triumph von Alba Berlin. Vor 6833 Zuschauern besiegten die Hauptstädter die Bamberg Baskets im zweiten Halbfinale der Basketball-Bundesliga mit 85:71 (28:21, 18:17, 24:15, 15:18). Damit fehlt den Berlinern nur noch ein Sieg, um ins Finale einzuziehen. Die Chance dazu haben sie am Donnerstag um 20.30 Uhr in Bamberg.

Mattisseck mit Rekord und starker Leistung

Bereits vor dem Spiel gab es Grund zum Feiern: Kapitän Jonas Mattisseck bestritt sein 478. Spiel für Alba Berlin und verdrängte damit Tim Schneider vom dritten Platz der Profis mit den meisten Einsätzen. „Ich bin unfassbar stolz, und dass ich diesen Moment mit Timmy teile, der ein guter Freund von mir ist, macht es noch besonderer“, sagte Mattisseck. Der 26-Jährige erzielte gleich den ersten Dreier des Spiels und war mit seiner Ruhe und Abgeklärtheit ein wichtiger Faktor. „Wir haben heute einen extrem klugen, abgezockten Basketball gespielt“, resümierte er.

Starker Start und frühe Führung

Wie schon im ersten Spiel der Serie erwischte Alba den besseren Start. Die ersten drei Distanzwürfe trafen, und Martin Hermannsson zeigte erneut eine herausragende Leistung. Nach dem ersten Viertel führte Alba mit 28:21. Im zweiten Viertel gab es einen Rückschlag, als Center Norris Agbakoko innerhalb von 52 Sekunden sein zweites und drittes Foul kassierte und auf die Bank musste. Dennoch baute Alba die Führung aus, und ein Wurf von Jack Kayil sorgte vier Minuten vor der Pause erstmals für einen zweistelligen Vorsprung. Bamberg blieb jedoch dran, vor allem durch Point Guard Cobe Williams und den besten Verteidiger der Hauptrunde, EJ Onu.

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Hermannsson sorgt für Pausenführung

Kurz vor der Halbzeitpause gab es leises Murren auf den Tribünen, als Alba mehrere Angriffe nicht erfolgreich abschloss. Doch Hermannsson beseitigte diese Unruhe mit einem Dreier zur Schlusssirene, der die Teams mit einem 46:38 in die Kabinen schickte.

Drittes Viertel: Alba dominiert

Nach der Pause ließen die Gastgeber den Ball gut laufen, aber viele Fehlversuche aus der Distanz brachten das Publikum der Verzweiflung nah. Die Erleichterung war groß, als Moses Wood und Kayil drei Minuten vor Ende des dritten Viertels per Dreier trafen. Alba führte nun mit 13 Punkten, die Fans hüpften und sangen. Bambergs Trainer Anton Gavel versuchte mit einer Auszeit gegenzusteuern, doch im Gegensatz zum Pokalfinale im Februar gelang das nicht. Alba fand stets eine Antwort. Zum Ende des Viertels traf Kayil aus großer Entfernung und brachte sein Team mit einer komfortablen Führung in die letzten zehn Minuten.

Letztes Viertel: souveräner Sieg

Im Schlussviertel ließ die Mannschaft von Trainer Pedro Calles nichts mehr anbrennen. Bamberg verkürzte zwar auf 15:18 in diesem Abschnitt, aber der Vorsprung war zu groß. Mit 85:71 endete das Spiel, und Alba hat die Rückkehr ins Finale nach einem Jahr Abstinenz direkt vor Augen.

Mattisseck warnte jedoch vor dem Auswärtsspiel: „Anton Gavel ist ein hervorragender Coach und wird seinem Team ordentlich Feuer unter dem Hintern machen. Bamberg wird ready sein für das Spiel.“

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