Das europäische Fußball-Business boomt: In der Saison 2024/25 erwirtschaftete der Profifußball erstmals mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz. Die Premier League bleibt zwar Umsatz-Spitzenreiter, doch die Bundesliga wirtschaftet am gesündesten. Das zeigt der Fußballfinanz-Jahresbericht von Deloitte.
Bundesliga mit größtem Plus vor Steuern
Die Bundesliga ist neben der spanischen Liga die einzige der Top-5-Ligen, die 2024/25 einen Gewinn vor Steuern erzielte. Die deutschen Klubs erwirtschafteten gemeinsam ein Plus von 294 Millionen Euro – europaweit Platz 1. In der englischen Premier League hingegen machten die Klubs einen Verlust von fast 1,13 Milliarden Euro vor Steuern. Hauptgrund sind hohe Ablösesummen, die Chelsea, Manchester City und andere zahlen.
50+1-Regel sorgt für finanzielle Disziplin
Mit Scheichs und Investoren sitzen die Gelder in der Premier League lockerer als bei den meisten Bundesliga-Klubs. In Deutschland sind Vereine an die 50+1-Regel gebunden, die sicherstellt, dass Vereine und Mitglieder die Entscheidungsmehrheit behalten. Dies zwingt zu mehr finanzieller Disziplin. Auch beim Verhältnis von Einnahmen zu Gehältern liegt die Bundesliga vorn: 54 Prozent des Umsatzes geben die Klubs für Gehälter aus, in England sind es 65 Prozent, in Frankreich sogar 80 Prozent. Wer weniger für Gehälter ausgibt, hat mehr Raum für Investitionen in Infrastruktur und Nachwuchsarbeit.
Premier League umsatzstärkste Liga Europas
Beim Umsatz bleibt die Premier League das Maß aller Dinge: Sie erwirtschaftete knapp 8,1 Milliarden Euro – mehr als die spanische LaLiga (4,1 Milliarden Euro) und die italienische Serie A (3 Milliarden Euro) zusammen. Die Bundesliga liegt mit 4,3 Milliarden Euro auf Platz 2. Eine Erklärung für die finanzielle Strahlkraft der Premier League sind die teuren TV-Übertragungsrechte.



