Energie Cottbus startet mit einer klaren taktischen Vorgabe in die Vorbereitung auf die 2. Fußball-Bundesliga. Trainer Claus-Dieter Wollitz erwartet von seinem Team eine offensive und aggressive Spielweise. „Am Ende sollte eine Mannschaft stehen, die Attacke spielen kann“, sagte Wollitz am Mittwoch. Er verwies auf Partien aus der Vorsaison in der 3. Liga, etwa gegen Rot-Weiß Essen oder den MSV Duisburg, in denen Cottbus durch energisches Pressing Spiele für sich entschied. „Da geht nur Attacke. Du kannst aber nur Spektakel spielen, wenn du die Spieler dafür hast.“
Neuzugang Ryan Malone: Der „Jokerspieler“
Am Mittwoch verpflichteten die Lausitzer Ryan Malone von Erzgebirge Aue. Wollitz bezeichnete den 23-Jährigen als „Jokerspieler, der mehrere Facetten spielen kann“. Der offensive Mittelfeldspieler soll die Flexibilität im Angriff erhöhen. Dennoch ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen. „Wir suchen Spieler im Sturm, da sind wir unterbesetzt, und halten Ausschau nach einem Innenverteidiger“, erklärte der Trainer. Besonders wichtig ist ihm zudem ein „dynamischer Sechser“, der Spielsituationen lesen und das Tempo des Spiels bestimmen kann.
Torwart Pollersbeck trainiert ohne Vertrag mit
Gespräche mit Tolga Cigerci, der in der Rückrunde zu Cottbus gestoßen war, stehen noch aus. Unterdessen trainiert Torhüter Julian Pollersbeck ohne Vertrag mit der Mannschaft. Laut Wollitz hat der Verein diese Vorgehensweise schon mehrfach praktiziert und dabei positive Erfahrungen gesammelt. Der 27-Jährige könnte bei einem überzeugenden Eindruck einen Kontrakt erhalten.
Saisonauftakt und Testspiele
Am Donnerstag feiert die Mannschaft den Saisonauftakt auf dem Stadthallenvorplatz, begleitet von einem Public Viewing des deutschen Gruppenspiels gegen Ecuador. Das erste Testspiel steigt am Sonntag gegen eine von Mario Basler trainierte Stadtauswahl. Danach beginnt die eigentliche Sommervorbereitung mit weiteren Testpartien. Wollitz gibt die Marschroute vor: „Tore, Tore, Tore. Es gibt keinen Ersatz für Tore.“



