Der Einspruch von Dynamo Dresden gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts nach den Ausschreitungen im Heimspiel gegen Hertha BSC ist gescheitert. In einer mündlichen Verhandlung am Freitag am DFB-Campus wurde der Antrag des Zweitligisten abgewiesen. Damit bleibt es bei der verhängten Geldstrafe von 91.200 Euro sowie dem Zuschauer-Teilausschluss. Konkret bedeutet dies: 9000 Stehplätze im K-Block müssen für zwei Spiele gesperrt bleiben, wobei eine dieser Sperren zur Bewährung ausgesetzt ist.
Dynamo-Geschäftsführer zeigt sich enttäuscht
Finanzgeschäftsführer Stephan Zimmermann (39) hatte gemeinsam mit einem Anwalt versucht, die Strafe zu reduzieren. Besonders der Zuschauer-Teilausschluss war für den Verein ein großes Ärgernis. Nach der Verhandlung zeigte sich Zimmermann ernüchtert: „Wir sind ein Stück weit enttäuscht über den Ausgang und über die Verfahrensführung. Wir hätten uns gewünscht, dass unsere Argumente mehr Gehör finden.“
DFB-Kontrollausschuss forderte sogar höhere Strafe
Fred Kreitlow vom DFB-Kontrollausschuss argumentierte in eine ganz andere Richtung. Er beantragte, die Geldstrafe wegen unzureichender Sicherheitsmaßnahmen um 25.000 Euro auf insgesamt 116.000 Euro zu erhöhen. Doch auch diesem Antrag folgte das Sportgericht nicht. Stattdessen bestätigte es das ursprüngliche Urteil unverändert.
Wie geht es für Dynamo Dresden weiter?
Stephan Zimmermann kündigte an, die nächsten Schritte genau zu prüfen: „Wir werden jetzt genau analysieren, ob wir Rechtsmittel einlegen. Dafür haben wir eine Woche Zeit und halten uns alle Optionen offen.“ Aus heutiger Sicht sei es wahrscheinlich, dass Dynamo vor das DFB-Bundesgericht zieht. Die Ausschreitungen hatten sich beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ereignet. Chaoten aus beiden Fanlagern stürmten den Innenraum, es kam zu heftigen körperlichen Auseinandersetzungen. Zudem wurden massiv Pyrotechnik gezündet und teilweise in die gegnerischen Blöcke geworfen. Die Polizei musste eingreifen, um die Lage zu beruhigen. Das Spiel wurde für 19 Minuten unterbrochen, mindestens 17 Personen wurden verletzt.



