Christian Eriksen meldet sich nach Kollaps: „Mir geht es gut“
Nur einen Tag nach seinem erneuten Zusammenbruch auf dem Spielfeld hat sich der dänische Fußballstar Christian Eriksen via Instagram zu Wort gemeldet. „Ich möchte alle wissen lassen, dass es mir gut geht und ich zu Hause bei meiner Familie bin“, schrieb der 34-Jährige in seinem Beitrag. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend in Odense während des Länderspiels Dänemark gegen die Ukraine, das nach dem Schreckmoment abgebrochen wurde.
Defibrillator bewährte sich
Eriksen betonte, dass sein implantierter Kardioverter-Defibrillator (ICD) genau das getan habe, wofür er entwickelt wurde: „Er hat mich geschützt, als ich ihn brauchte.“ Der dänische Teamarzt Morten Boesen hatte zuvor angedeutet, dass Eriksens Herzrhythmus erneut gestört gewesen sein könnte, was den Zusammenbruch auslöste. Der Defibrillator gab daraufhin einen Stromstoß ab. Boesen erklärte, dass es in den vergangenen Wochen und Monaten keine Anzeichen für Herzprobleme gegeben habe, sonst hätte man Eriksen nicht spielen lassen.
Schnelle Erholung und Genesung
Eriksen war schnell wieder bei Bewusstsein und konnte das Spielfeld auf eigenen Beinen verlassen, um in ein Krankenhaus nach Odense gebracht zu werden. „Ich fühle mich gut und meine Genesung hat bereits begonnen“, schrieb er weiter. Der Vorfall habe ihn und seine Familie sehr belastet, aber es sei eine andere Situation gewesen als 2021, als er während der Fußball-Europameisterschaft auf dem Rasen wiederbelebt werden musste und kurz darauf einen Defibrillator implantiert bekam.
Zukunft offen – Fokus auf Familie
Wie es sportlich für den Spieler des VfL Wolfsburg, der in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen wird, weitergeht, ist offen. Eriksen möchte sich zunächst auf seine Erholung konzentrieren. „Ich will jetzt mit meinen Kindern Fußball spielen“, schrieb er und signalisierte damit, dass er sich auf das Wesentliche besinnt. Die Szenen am Sonntagabend erinnerten viele Fans und Spieler an den Schock von 2021, als Mitspieler und Sanitäter Eriksens Leben retteten. Der Schiedsrichter brach das Spiel nach dem Kollaps ab, und sowohl dänische als auch ukrainische Spieler stellten sich schützend um den am Boden liegenden Star.



