Füchse Berlin verzichten vorerst auf Ersatz für Andersson
Füchse Berlin: Kein Andersson-Ersatz, setzen auf Langhoff

Die Füchse Berlin werden ohne weitere Verstärkung in die neue Saison starten. Der Verein verzichtet zunächst darauf, einen Ersatz für den zurückgekehrten Welt- und Europameister Lasse Andersson zu verpflichten. „Natürlich schauen wir weiter auf den Markt. Aber wir handeln nur, wenn wir einen Spieler finden, der auch für die Füchse eine Verbesserung ist“, erklärte Trainer Nicolej Krickau.

Langhoff soll Andersson-Lücke schließen

Nationalspieler Matthes Langhoff, der bisher vor allem in der Abwehr eingesetzt wurde, soll die Lücke im linken Rückraum füllen. „Wir erwarten, dass er nicht nur einer der besten Abwehrspieler der Welt ist, sondern auch ein starker Rückraumlinker wird“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning und kündigte an: „Die Saison für Matthes ist die Saison seines Lebens.“ Zudem kann Neuzugang Frederik Simak (vom TBV Lemgo Lippe) auf dieser Position spielen.

Entwicklung statt teurer Neuzugänge

Statt einen neuen Star zu verpflichten, setzen die Füchse auf interne Entwicklung. „Wir glauben an den Prozess. Wir haben schon letzte Saison gezeigt, dass wir uns weiterentwickeln können. Andere Spieler sollen eine größere Rolle bekommen“, sagte Krickau. Neben Langhoff soll auch der norwegische Spielmacher Tobias Gröndahl mehr Verantwortung übernehmen. Da DHB-Profi Nils Lichtlein nach seiner Fuß-OP voraussichtlich bis Oktober ausfällt, ist Gröndahl derzeit der einzige Mittelmann im Kader des Pokalsiegers.

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Wiedereingliederung von Wiede und schwieriger Start

Fabian Wiede muss sich nach seinem Kreuzbandriss erst wieder herantasten. Zum Saisonstart soll er zwar dabei sein, doch „nach zehn Monaten ohne Handball ist das natürlich nicht so einfach“, dämpfte Krickau die Erwartungen. Die Füchse starten also mit Handicap. „Der Auftakt wird brutal. Da kann es sein, dass wir im September schon über eine Herausforderung sprechen“, so Krickau. Nach dem Supercup am 22. August gegen den SC Magdeburg wartet ein schwieriges Bundesliga-Programm: An den ersten vier Spieltagen geht es gegen Melsungen, Magdeburg, Stuttgart und Gummersbach.

Kein konkretes Saisonziel

Vielleicht auch deshalb bleiben die Füchse beim Thema Saisonziel vage. „Es macht jetzt aber gar keinen Sinn, irgendwas zu sagen. Wir müssen erst einmal gucken, wie sich das entwickelt“, sagte Hanning. Gleichzeitig stellte der 57-Jährige klar, dass es sich nicht um ein Übergangsjahr handle, bevor mit Dika Mem und Simon Pytlick 2027 zwei Weltklasse-Akteure kommen.

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