Der 1. FC Kaiserslautern hat am 12. Spieltag der 2. Bundesliga eine herbe 1:4-Niederlage bei Eintracht Braunschweig kassiert. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster zeigte eine desolate Leistung und offenbarte eklatante Schwächen in der Defensive sowie im Spielaufbau. Bereits nach 22 Minuten lag der FCK mit 0:3 zurück. Die Treffer für Braunschweig erzielten Anthony Ujah (10.), Fabio Kaufmann (15.) und Robin Krauße (22.). Den Ehrentreffer für die Gäste markierte Marlon Ritter per Foulelfmeter in der 72. Minute, doch Braunschweig stellte durch Anton Donkor in der 89. Minute den Endstand her.
Desolate Defensive und fehlende Ordnung
Die ersten drei Gegentore fielen nach individuellen Fehlern und mangelhafter Abstimmung in der Lautrer Abwehrkette. Besonders die linke Seite um Jean Zimmer und Erik Durm war ein Sicherheitsrisiko. Braunschweig nutzte die Räume immer wieder für schnelle Angriffe. Trainer Schuster zeigte sich nach der Partie enttäuscht: „Das war heute nicht zweitligareif. Wir haben völlig verdient verloren. Die Mannschaft hat sich nicht an die Absprachen gehalten und ist in entscheidenden Situationen nicht konsequent genug gewesen.“
Krise beim FCK: Nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen
Für Kaiserslautern war es die dritte Niederlage in den letzten vier Partien. Der FCK rutschte in der Tabelle auf Platz 15 ab, nur noch zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Die Stimmung im Umfeld ist gereizt. Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen kündigte Konsequenzen an: „Wir werden die Leistung analysieren und dann die notwendigen Schritte einleiten. So kann es nicht weitergehen.“
Besonders die mangelnde Laufbereitschaft und die fehlende Aggressivität in den Zweikämpfen wurden kritisiert. Braunschweig gewann 58 Prozent der Zweikämpfe und erlief insgesamt 5,2 Kilometer mehr als die Gäste. „Wir haben heute viele Basics vermissen lassen. Das ist alarmierend“, so Schuster.
Abstiegsgespenst geistert durch die Pfalz
Der 1. FC Kaiserslautern, der erst vor zwei Jahren den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatte, steckt tief im Abstiegskampf. Die kommenden Spiele gegen den SV Wehen Wiesbaden und den 1. FC Magdeburg werden richtungsweisend sein. „Wir müssen jetzt schnellstmöglich Punkte sammeln. Die Mannschaft ist gefordert, Charakter zu zeigen“, forderte Hengen.
Die Fans zeigten ihren Unmut bereits während des Spiels mit Pfiffen und Spruchbändern. Nach dem Abpfiff blieben die Spieler lange auf dem Platz und diskutierten mit den mitgereisten Anhängern. „Die Fans haben jedes Recht, sauer zu sein. Wir müssen ihnen jetzt etwas zurückgeben“, sagte Kapitän Hendrick Zuck.



