Borussia Mönchengladbach hat unter dem neuen starken Mann, Roland Kleindienst, eine grundlegende Umstrukturierung der Vereinsführung vorgenommen. Der langjährige Geschäftsführer und Sportdirektor Max Eberl hatte den Klub im Januar 2022 verlassen, seither gab es mehrere Wechsel. Nun präsentiert Gladbach eine neue Macht-Pyramide, die für klare Verantwortlichkeiten und eine effizientere Entscheidungsfindung sorgen soll.
Kleindienst als neuer Boss
Roland Kleindienst, der bisher als Finanzvorstand tätig war, wurde zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung ernannt. Er übernimmt damit die Gesamtverantwortung für den Klub. Der 52-Jährige ist seit 2014 bei Borussia und gilt als erfahrener Manager. „Wir wollen eine klare Struktur, die es uns ermöglicht, sportlich und wirtschaftlich erfolgreich zu sein“, sagte Kleindienst bei der Vorstellung der neuen Hierarchie.
Die neue Pyramide im Detail
Die neue Macht-Pyramide gliedert sich in drei Ebenen: An der Spitze steht der Vorsitzende der Geschäftsführung, Roland Kleindienst. Ihm direkt unterstellt sind die beiden Geschäftsführer für Sport und für Wirtschaft. Der Sport-Geschäftsführer ist künftig allein für den Kader, die Trainerfragen und die sportliche Ausrichtung zuständig. Der Wirtschafts-Geschäftsführer kümmert sich um Finanzen, Marketing und Infrastruktur.
Darunter folgen die Abteilungsleiter, die direkt an die jeweiligen Geschäftsführer berichten. Diese flachere Hierarchie soll Entscheidungswege verkürzen und die Kommunikation verbessern. „Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass zu viele Gremien Entscheidungen blockieren können. Das wollen wir ändern“, so Kleindienst.
Reaktionen und Ausblick
Die Umstrukturierung kommt nicht überraschend. Bereits seit Monaten wurde über eine Neuausrichtung der Führungsebene spekuliert. Fans und Experten reagieren verhalten optimistisch. „Es ist gut, dass endlich klare Verhältnisse herrschen. Jetzt muss der Erfolg auf dem Platz folgen“, kommentierte ein Fanvertreter.
Borussia Mönchengladbach belegt in der laufenden Bundesliga-Saison den neunten Tabellenplatz. Mit der neuen Führungsstruktur hofft der Klub, langfristig wieder an die Erfolge aus den 1970er Jahren anzuknüpfen, als man fünfmal deutscher Meister wurde. Zudem soll die wirtschaftliche Basis gestärkt werden, um in Zeiten steigender Gehälter und Ablösesummen konkurrenzfähig zu bleiben.



