Hertha-Trainer Leitl: Im Konjunktiv unterwegs – Tjark Ernst vor Absprung
Hertha-Trainer Leitl: Im Konjunktiv unterwegs

Trainer Stefan Leitl von Hertha BSC muss auch nach gut einer Woche Vorbereitung mit zahlreichen Unbekannten umgehen. Nach dem 15:0-Sieg im ersten Testspiel gegen den Sechstligisten Frohnauer SC sprach Leitl von einem Verein, der bei möglichen Neuzugängen „immer noch im Konjunktiv unterwegs“ sei. Der Kader hat nach den Verkäufen von Topspielern wie Kennet Eichhorn, Fabian Reese und Michael Cuisance sowie acht weiteren Abgängen dringenden Nachholbedarf.

Fragezeichen auf der Abgabeseite

Auch bei Abgängen gibt es laut Leitl „noch ein paar Fragezeichen“. Er betonte: „Ich glaube, die Namen sind bekannt, und dementsprechend müssen wir vorbereitet sein, falls noch etwas passiert.“ Besonders im Fokus steht Torhüter Tjark Ernst, dem Angebote von Feyenoord Rotterdam und Celtic Glasgow vorliegen sollen. Der 23-Jährige begleitete die Mannschaft beim Testspiel im Trainingsanzug und wurde nicht eingesetzt.

Eichhorn als Vorbild auch nach Abgang

Jungstar Kennet Eichhorn, der kürzlich zu einem Top-Klub in Deutschland wechselte, verfolgte das Spiel seiner ehemaligen Mannschaft. Leitl wertete dies als Zeichen eines exzellenten Teamgeistes: „Der ist jetzt für sehr viel Geld zu einem der besten Vereine in Deutschland gewechselt, und das erste Spiel guckt er von seiner Hertha. Ich glaube, das spricht für ihn und auch dafür, wie wir als Gruppe in der Vergangenheit agiert haben.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nachwuchs im Fokus

Leitl setzte in der ersten Halbzeit mit sechs Akademiespielern voll auf die Jugend. Angesichts knapper Kassen in Berlin soll der „Berliner Weg“ fortgesetzt werden: Vier Plätze im Profikader sind für junge Talente reserviert. Dabei gilt das absolute Leistungsprinzip. „Es ist nicht so, dass es in Stein gemeißelt ist, dass diese Spieler permanent bei uns bleiben. Wir wollen natürlich, dass sie sich bei uns entwickeln“, erklärte der 48-Jährige.

Der 19-jährige Kian Todorovic machte mit drei Treffern auf sich aufmerksam, aber auch die jungen Abwehr- und Mittelfeldspieler überzeugten. Leitl lobte alle 22 eingesetzten Spieler: „Für die ersten neun Tage ohne richtig freien Tag mit einer hohen Intensität sah das schon wirklich – was die physische Komponente betrifft – richtig gut aus.“

Neuzugänge weiterhin geplant

Trotz der positiven Eindrücke betonte Leitl, dass weitere Neuzugänge notwendig sind. Der Kader ist nach zahlreichen Abgängen ausgedünnt, und die Verantwortlichen arbeiten an Verstärkungen. Die genauen Personalien sind jedoch noch offen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration