Jürgen Klopp hat offiziell bestätigt, dass er Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) über die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer führt. Der 59-Jährige erklärte bei MagentaTV, er sei „mehr als aufgetankt“ und „bereit“ für die Aufgabe. Allerdings rechnet er nicht mit einer schnellen Einigung. Auf die Frage, was noch zu einer Unterschrift fehle, antwortete Klopp knapp: „Zeit.“
Klopp muss Vertrag mit Red Bull klären
Bevor eine endgültige Entscheidung fallen kann, muss Klopp zunächst seine vertraglichen Verpflichtungen mit Red Bull klären, wo er als Chefstratege für den Fußball-Bereich tätig ist. „Im Idealfall gibt es am Ende nur Gewinner nach so einer Geschichte, dass man einfach sagt, okay, Red Bull muss sauber aus der Nummer rauskommen können“, sagte Klopp. Er habe bereits mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff gesprochen. Auch mit dem DFB stünden grundlegende Verhandlungen an: „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, betonte Klopp.
Lob für Nagelsmann und Blick auf die WM-Pleite
Nagelsmann war am Freitag, vier Tage nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft in der ersten K.o.-Runde gegen Paraguay, von seinem Amt zurückgetreten. Klopp zollte dem 38-Jährigen Respekt: „Julian ist ein außergewöhnlicher Trainer. Das wird er in seinem Trainerleben noch ganz oft beweisen dürfen.“ Ohne die Niederlage gegen Paraguay, so Klopp, wäre die Situation eine andere. „Aber jetzt sind die Dinge, wie sie sind. Julian ist zurückgetreten, und der DFB kümmert sich um eine Nachfolgeregelung und ist in dem Zuge dieser Gedanken, die sie sich gemacht haben, auf mich zugekommen.“
Klopp hält sich derzeit als Experte für MagentaTV in den USA auf. Sein Hauptjob bleibt vorerst der bei Red Bull. Die Gespräche mit dem DFB sind nach seinen Worten noch nicht abgeschlossen, und eine Entscheidung wird frühestens nach Klärung aller offenen Fragen erwartet.



