Eintracht: Krösche räumt Fehler bei Grundstücksdeal in Kroatien ein
Krösche räumt Fehler bei Grundstücksdeal ein

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche hat Fehler in der Kommunikation rund um ein Grundstücksgeschäft in Kroatien eingeräumt, einen Interessenkonflikt aber bestritten. Dem Fachmagazin „Kicker“ sagte Krösche, er habe das Grundstück auf einer Insel als Privatperson gekauft und gehe mit seinem Privatleben nicht öffentlich hausieren.

Krösche: Mehr Offenheit wäre klüger gewesen

„Im Nachhinein wäre mehr Offenheit, insbesondere dem Aufsichtsrat gegenüber, sicherlich klüger gewesen. Das war mein Fehler, das würde ich heute anders handhaben“, fügte der 45-Jährige mit Blick auf Eintracht Frankfurt hinzu. Zuvor hatte am vergangenen Wochenende die „Bild am Sonntag“ über das Geschäft berichtet.

Der Sportvorstand erklärte, er habe das Grundstück auf einer Insel in Kroatien nach einem Tipp des Spielerberaters Andy Bara erworben, aber nicht von dessen Frau, sondern zu einem marktüblichen Preis von der damaligen Eigentümerin. Ein Teil sei eine Grünfläche gewesen, die er als Ausländer damals nicht habe erwerben dürfen. Dies habe Baras Frau getan und ihm ein Vorkaufsrecht eingeräumt. All dies sei transparent einsehbar.

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Kein Zusammenhang zwischen Transfers und Grundstückskauf

Eine Interessenkollision wegen der Zusammenarbeit mit Bara bei der Verpflichtung von Spielern sieht Krösche nicht. Seit Beginn seiner Amtszeit in Frankfurt 2021 habe er die Verpflichtung von drei Spielern sowie zuletzt von Ex-Trainer Albert Riera mit Bara realisiert. Aktuell habe die Eintracht keinen Spieler von Baras Agentur unter Vertrag, es sei auch kein Transfer in der Anbahnung.

Der Transfer der drei Spieler und sein Grundstückskauf hätten miteinander nichts zu tun. „Aus alldem ernsthaft auf eine Interessenkollision schließen zu wollen, ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagte Krösche, der zudem die nachträgliche Kritik von Riera an dem hessischen Club als unnötig und inakzeptabel zurückwies.

Eintracht hätte sich frühzeitige Information gewünscht

Eintracht Frankfurt hatte nach Bekanntwerden des Vorfalls erklärt, Krösche genieße das Vertrauen des Aufsichtsrates. Er habe den Sachverhalt umfassend, transparent und nachvollziehbar dargelegt und entsprechende Unterlagen offen und vollständig zur Verfügung gestellt. Eine frühzeitige Information an den damaligen Hauptausschuss im Jahr 2022 wäre jedoch sinnvoll und angemessen gewesen, betonte der Fußball-Bundesligist.

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