Der Hamburger Polo-Club hat sich erstmals in seiner Vereinsgeschichte zum deutschen Meister im Feldhockey gekrönt. Bei der dritten Finalteilnahme nach 2022 und 2024 setzten sich die Herren am Sonntag in Bonn mit einem deutlichen 4:0 (1:0) gegen den Rekordchampion Uhlenhorst Mülheim durch. Vor 3.300 Zuschauern legten die Hamburger früh den Grundstein zum Erfolg.
Frühe Führung und souveräner Sieg
Bereits in der vierten Minute traf Nationalspieler Justus Weigand zur frühen Führung für den Hauptrundensieger. In der zweiten Halbzeit erhöhten Paul Smith (44.), Kapitän Jan-Hendrik Bartels (50.) und Topscorer Kane Russel per Siebenmeter (60.) auf 4:0. Damit revanchierte sich Polo für die verlorenen Endspiele der Jahre 2022 und 2024.
Stimmen zum Titelgewinn
Der Neuseeländer Kane Russel, der mit seinen Treffern maßgeblich zum Erfolg beitrug, zeigte sich überglücklich: „Wir haben sehr lange dafür gearbeitet. Ich bin sehr stolz, nach zwei verlorenen Finals haben wir es heute verdient.“ Mit Blick auf die Feierlichkeiten fügte er hinzu: „Ich kann es kaum erwarten, in unserem Clubhaus anzukommen.“
Halbfinale als Vorentscheidung
Bereits im Halbfinale am Samstag hatte der Polo-Club seine starke Form unter Beweis gestellt. Gegen den Lokalrivalen Harvestehuder THC siegte die Mannschaft deutlich mit 5:1 (2:0). Matchwinner war erneut Kane Russel, der drei Treffer erzielte und damit den Grundstein für den Finaleinzug legte.
Damen scheitern im Halbfinale
Während die Herren triumphierten, endete der Traum vom Meistertitel für die beiden norddeutschen Damen-Teams bereits im Halbfinale. Titelverteidiger Harvestehuder THC unterlag dem Mannheimer HC mit 1:2 (1:0). Auch der Großflottbeker THGC verlor knapp mit 1:2 (0:0) gegen den späteren Meister Düsseldorfer HC. Somit bleibt der Hamburger Polo-Club der einzige norddeutsche Vertreter, der in dieser Saison einen nationalen Titel im Feldhockey gewinnen konnte.



