RB Leipzig: Schäfer kritisiert Umgang mit Werner als unwürdig
Schäfer kritisiert Umgang mit Werner als unwürdig

Marcel Schäfer, Sportgeschäftsführer von RB Leipzig, hat den Umgang mit dem ehemaligen Cheftrainer Ole Werner bei dessen Entlassung scharf kritisiert. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung bezeichnete der 42-Jährige die Vorgänge der vergangenen Wochen als „alles andere als optimal, einfach schlecht“. Die Art und Weise, wie die Trennung kommuniziert wurde, sei „sowohl dem Menschen als auch dem Trainer Ole Werner gegenüber absolut unwürdig“ gewesen.

Schäfer entschuldigt sich für undurchsichtigen Prozess

Schäfer räumte ein, dass die Gespräche mit Werner nicht wie geplant vertraulich geblieben seien. Bereits beim Mannschaftstrip nach Südafrika habe er ein langes, vertrauliches Gespräch mit Werner geführt, das nach Schäfers Rückkehr aus dem Urlaub fortgesetzt werden sollte. „Dass sich dazwischen dann vieles aus verschiedensten Gründen in der Öffentlichkeit abgespielt hat, war absolut unwürdig. Mir tut das wirklich sehr leid. Gar keine Frage“, so der Sportchef.

Schäfer betonte, dass er sich während der Saison trotz interner Gedankenspiele des globalen Teams von Jürgen Klopp für Werner eingesetzt habe. „Und ich glaube, es war absolut richtig, in der Konstellation mit Ole komplett durch die Saison zu gehen“, erklärte er. Die Entscheidung zur Trennung sei dennoch gefallen, nachdem Leipzig die Champions-League-Qualifikation gesichert hatte.

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Respektvolle Trennung nicht gelungen

Der Sportchef gab zudem Einblicke in die Kommunikation mit Werner. „Ja, wir waren im Austausch. Aber der Inhalt bleibt unter uns. Grundsätzlich waren die Gespräche immer sehr offen, sie waren ehrig wie auch unsere Zusammenarbeit.“ In dem Geschäft gebe es immer Entscheidungen, die auf wenig Verständnis stießen. „Manchmal sind die knallhart. Trotzdem geht es immer um eine respektvolle Art und Weise. Das haben wir alles dieses Mal nicht geschafft“, sagte Schäfer.

Erst nach der vollzogenen Trennung von Werner habe Schäfer mit dem neuen Trainer Martín Demichelis verhandelt. Der Argentinier übernimmt zur neuen Saison die Mannschaft. Schäfers deutliche Kritik am eigenen Verein und die öffentliche Entschuldigung bei Werner sind ungewöhnlich offen für einen Funktionär der Bundesliga.

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