Strafbefehl nach Alkoholfahrt: HSV-Profi Jean-Luc Dompé muss hohe Geldstrafe zahlen
Die Alkoholfahrt des französischen Fußballprofis Jean-Luc Dompé vom Hamburger SV im vergangenen Januar hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Das Amtsgericht Hamburg-Mitte erließ einen Strafbefehl über 70 Tagessätze, wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage bestätigte. Damit wurde ein Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigt.
Die genaue Höhe der Geldstrafe wurde vom Sprecher der Deutschen Presse-Agentur nicht genannt. Die Anzahl der Tagessätze lässt jedoch auf einen hohen fünfstelligen Betrag schließen. Die „Bild“ berichtete von einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro und einem einjährigen Führerscheinentzug. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig; Dompé hat zwei Wochen Zeit, um Einspruch einzulegen.
Zwei Verfahren: Auto und E-Scooter
Dompé war bei einer Polizeikontrolle betrunken am Steuer erwischt und auf eine Polizeiwache gebracht worden. Medienberichten zufolge soll sein Promillewert etwa 1,4 betragen haben. Nach Verlassen der Wache sei er von Polizisten beobachtet worden, wie er mit einem E-Scooter weiterfuhr, was ein zweites Verfahren nach sich zog.
HSV reagierte bereits mit Rekordstrafe
Der HSV hatte kurz nach der Alkoholfahrt reagiert und eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich gegen den 30-Jährigen verhängt. Der Verein sprach von einer „HSV-Rekordgeldstrafe“. Dompé wurde vorübergehend suspendiert. Zudem forderte der HSV von ihm, für 10.000 Warnwesten zur Sicherheit im Straßenverkehr aufzukommen und bei der Verteilung eines Teils davon zu helfen.
Dompé entschuldigte sich
Der seit 2022 für den HSV spielende Profi entschuldigte sich für sein Fehlverhalten. „Mir ist bewusst, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan ist. Meiner Vorbildfunktion bin ich absolut nicht gerecht geworden“, sagte Dompé. Er habe schwerwiegende Fehler begangen und trage dafür die vollen Konsequenzen.



