Bayern-Frauen: Umbau des Sportparks Unterhaching wird teurer als geplant
Umbau Sportpark Unterhaching teurer als geplant

Der Umbau des Sportparks Unterhaching zur neuen Heimspielstätte der Frauenmannschaft des FC Bayern München wird teurer als ursprünglich kalkuliert. Das gab Jürgen Muth, Geschäftsführer der Allianz Arena GmbH, bei einem Baustellenbesuch bekannt. Zwar wollte Muth keine konkreten Zahlen nennen, räumte jedoch ein: „Im Nachhinein war es mehr, als wir erwarten durften.“ Der FC Bayern hatte den Sportpark im Dezember 2025 für rund 7,5 Millionen Euro erworben. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Allianz Arena Stadion GmbH Eigentümerin, die zu 100 Prozent der FC Bayern AG gehört. Damit gehört das Stadion faktisch dem Rekordmeister.

Zeitdruck und umfangreiche Bauarbeiten

Bereits am 9. August 2026 soll das erste Testspiel gegen Paris FC stattfinden, und in der kommenden Saison werden die Champions-League-Partien der Frauen in Unterhaching ausgetragen. Die Zeit drängt, weshalb die Bauarbeiter und Bagger auf Hochtouren arbeiten. Ein erster wichtiger Termin ist die UEFA-Abnahme am 5. August 2026. Muth zeigt sich zuversichtlich: „Wir haben alles schriftlich eingereicht und sind der Meinung, wir erfüllen die Anforderungen, damit dann die Saison der Frauen international hier stattfindet.“

Umfangreiche Modernisierungen

Die Baustelle zeigt zahlreiche Veränderungen. Die alten Trainerbänke wurden bereits demontiert, da sie für die UEFA-Vorgaben zu klein waren. Die neuen Bänke werden nach hinten versetzt, um das Spielfeld auf die UEFA-Norm von 105 mal 68 Metern zu vergrößern. Der alte Rasen entspricht nicht den Bayern-Standards und wird im September durch einen neuen ersetzt – rechtzeitig zum Start der Champions-League-Saison. Die Flutlichtmasten bleiben erhalten, erhalten aber moderne LED-Leuchten.

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Fast alle Tribünen werden modernisiert. Die Nordtribüne soll mittelfristig ein Dach bekommen, die Osttribüne wurde provisorisch stabilisiert und erhält neue Stahlträger. Die Haupttribüne auf der Westseite bekommt neue Bereiche und Schönheitsreparaturen. Die alten Namensschilder wurden größtenteils abmontiert; die Beschriftung wird für die jeweiligen Spiele neutral gehalten – je nachdem, ob die Bayern-Frauen oder die SpVgg Unterhaching spielen. Muth betont: „Die Osttribüne war sicherlich eine der größten Herausforderungen.“

VIP-Bereich und Trainingsplätze

Das kultige VIP-Häuschen in der Ecke wurde bereits entkernt und erhält eine komplett neue Einrichtung sowie eine modernere Terrasse. Künftig sollen dort auch Events stattfinden können. Mittelfristig plant Bayern den Umbau der Trainingsplätze: Der Hauptplatz soll ein Rasenplatz werden, die bisherigen Rasenplätze werden durch Kunstrasen ersetzt.

Leistungszentrum als Schmuckstück

Hinter der Nordtribüne, wo aktuell noch die Halle der Stockschützen steht, soll das neue Frauen-Leistungszentrum entstehen. Bayerns Frauenfußball-Direktorin Bianca Rech (45) erklärt: „Das soll am Ende das Schmuckstück sein, was dann hoffentlich hier steht. Wir benötigen diesen höchsten Standard.“ Das Leistungszentrum soll bis 2029 fertiggestellt sein. Zur Frauen-EM 2029 könnte in Unterhaching sogar ein Team-Quartier entstehen – vielleicht sogar für die deutsche Nationalmannschaft.

Trotz der unerwarteten Mehrkosten zeigt sich Muth optimistisch: „Wichtig ist, dass wir uns jetzt innerhalb dieser Budgets so weit bewegen, dass wir hier ein konkurrenzfähiges, möglichst auf Top-Niveau befindliches Gelände bauen.“ Der Sportpark Unterhaching soll langfristig zur modernen Heimat aller Frauen-Teams des FC Bayern werden.

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