Union Berlin unter Eta: Aufbruchstimmung trotz früher Saisonphase
Union Berlin: Aufbruchstimmung unter Trainerin Eta

Trainingslager in Neuruppin: Union Berlin bereitet sich vor

Rund 100 Kilometer von der Alten Försterei entfernt bereitet sich die Frauenmannschaft von Union Berlin in Neuruppin auf die neue Bundesliga-Saison vor. Trainerin Marie-Louise Eta lobte die Bedingungen im Resort Mark Brandenburg. „Wir sind bisher sehr zufrieden hier und freuen uns, dass wir hier sein können“, sagte Eta am Mittwochnachmittag nach der Trainingseinheit. „Das fängt natürlich beim Trainingsplatz an und geht weiter mit den Räumlichkeiten, den Krafträumen, den Regenerationsmöglichkeiten sowie der Ernährung. Da sind wir hier sehr gut aufgehoben.“

Fortschritte und Geduld: Der Kader wächst zusammen

Nach Platz neun in der Abschlusstabelle der vergangenen Saison soll Union den nächsten Schritt vollziehen. Eta macht jedoch klar, dass ihre Mannschaft noch am Anfang steht. „Wir sind jetzt gerade erst seit ein paar Wochen dabei, hatten die ersten Testspiele und haben ein paar Neuzugänge mit dabei“, erklärte die 35-Jährige. „Es ist zu diesem Zeitpunkt völlig normal, dass noch nicht alles funktionieren kann.“ Dennoch sieht sie erste Fortschritte: Die Mannschaft setze viele Inhalte „Stück für Stück immer besser“ um, aber es gebe „natürlich noch viel Luft nach oben“. Für die Übungsleiterin zählt in dieser Phase vor allem Geduld und kontinuierliche Entwicklung.

Neuzugänge integrieren sich schnell

Union hat mit Leela Egli, Lisanne Gräwe, Jill Janssens, Nelly Smolarczyk und Jella Veit fünf Spielerinnen verpflichtet. Besonders die deutschen Nationalspielerinnen Gräwe und Veit, die von Eintracht Frankfurt kamen, sollen die Qualität erhöhen. Eta ist mit der Integration zufrieden: „Ich habe das Gefühl, dass sie schon sehr gut integriert sind.“ Besonders positiv äußerte sie sich über Jill Janssens: „Wir sind sehr froh, dass Jill sich für uns entschieden hat. Sie hat in der Bundesliga gezeigt, dass sie offensiv sehr gefährlich ist, aber auch eine gute Verteidigerin. Sie bringt ein sehr gutes Gesamtpaket mit.“

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Testspiel gegen HSV: Ergebnisse zweitrangig

Am Sonnabend steht das nächste Testspiel gegen den Hamburger SV an. Für Eta ist das Ergebnis nicht das Wichtigste. „Grundsätzlich wollen wir immer gewinnen. Ich bin schon immer genervt, wenn wir nicht gewinnen“, sagte sie. „Aber mir ist wichtiger, dass wir die Inhalte auf den Platz bekommen.“

Personelle Probleme und Transfermarkt

Die Vorbereitung läuft nicht ohne Probleme: Dina Orschmann fehlt nach einer Operation, Hannah Eurlings ist verletzt. Weitere Spielerinnen sind im Aufbautraining. Eta bewertet die Lage gelassen: Viele Beschwerden seien kleinere Blessuren, wie in einer Vorbereitung üblich. Dennoch beobachtet der Klub den Transfermarkt weiter. „Wir schauen immer: Wo können wir den Kader vielleicht noch verbessern, wo können wir die Qualität insgesamt noch erhöhen?“

Saisonziele: Noch keine konkreten Aussagen

Den Saisonauftakt gegen Bayern München in rund vier Wochen hat Eta im Blick, aber nicht im Fokus. „Es ist natürlich ein toller erster Gegner. Aber das ist bei uns noch gar nicht so in den Köpfen, weil es jetzt erst einmal darum geht, die Vorbereitung gut zu nutzen.“ Bei den Saisonzielen bleibt sie vorsichtig: „Wir wollen uns auf jeden Fall verbessern. Wir müssen jetzt auch nicht zu tief stapeln. Die neuen Spielerinnen sind nicht gekommen, um nur früh den Klassenerhalt zu sichern.“ Mehr will sie im Juli nicht ausrufen: „Ich finde, es ist noch zu früh, über irgendeine Platzierung zu reden – und schon gar nicht über Champions League.“

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