Werder Bremen verzichtet gern auf seinen Neuzugang Cedric Itten, der mit der Schweiz sensationell ins WM-Viertelfinale eingezogen ist. Der 29-jährige Stürmer, der ablösefrei von Fortuna Düsseldorf kommt, verwandelte im Elfmeterschießen gegen Kolumbien einen Strafstoß und trug so zum 4:3-Sieg bei. Es ist das erste Viertelfinale für die Schweiz seit 1954.
Itten verschiebt Werder-Einstieg
Durch den Erfolg verlängert sich Ittens WM-Aufenthalt, sodass er später bei Werder einsteigt. Er wird nach dem letzten Schweizer Spiel drei Wochen Urlaub nehmen und das Trainingslager im Zillertal verpassen. Für die Bremer ist das jedoch kein Problem. „Er wird durch die Erfolgserlebnisse sicherlich mit einem guten Gefühl zu uns kommen. Daher nehmen wir gern in Kauf, dass Cedric noch später bei uns einsteigt“, erklärt Werder-Manager Clemens Fritz gegenüber BILD.
Ein turbulenter Sommer für Itten
Für Itten war es ein Sommer der Gegensätze: Erst der bittere Zweitliga-Abstieg mit Düsseldorf, dann die Unterschrift bei Werder und nun die erfolgreiche WM mit der Schweiz, bei der er bisher drei Joker-Einsätze hatte. Die Hoffnung ist, dass der Abstiegshorror nun abgehakt ist und Itten mit breiter Brust in Bremen startet. „Es ist keine einfache Situation, so spät reinzukommen und dann zum Elfmeter anzutreten. Es spricht für ihn, dass er da solch eine Nervenstärke bewiesen hat“, sagt Fritz.
Warum Werder Itten verpflichtete
Diese Coolness ist ein Grund, warum Werder ihn ablösefrei verpflichtet hat. Für Fortuna erzielte Torjäger Itten trotz Abstieg 15 Treffer – eine bemerkenswerte Bilanz des klassischen Mittelstürmers, der 2022 bei Greuther Fürth erste Bundesliga-Einsätze sammelte. Fritz: „Cedric hat gezeigt, dass er Tore schießen und Bälle festmachen kann. Seine Stärke liegt im Strafraum und im Abschluss. Deshalb haben wir ihn verpflichtet.“



