Medien werfen OpenAI Beweise-Vernichtung in Urheberrechtsstreit vor
Medien werfen OpenAI Beweise-Vernichtung vor

Mehrere Medienunternehmen, darunter die „New York Times“ und die „New York Daily News“, haben in einem Urheberrechtsstreit Strafmaßnahmen gegen das KI-Unternehmen OpenAI gefordert. Sie werfen dem Hersteller von ChatGPT vor, wichtige Beweise zurückzuhalten, die für den laufenden Prozess wegen Urheberrechtsverletzung von Bedeutung sind. Im Kern geht es um die Frage, ob KI-Chatbots unfairerweise mit Medien konkurrieren, indem sie journalistische Inhalte nutzen, ohne dafür zu bezahlen.

Vorwürfe der Beweisvernichtung

In Gerichtsunterlagen, die am Donnerstag in New York eingereicht wurden, heißt es, OpenAI habe sich geweigert, Datensets und ChatGPT-Aufzeichnungen auszuhändigen. Diese könnten zeigen, wie der Chatbot urheberrechtlich geschützte Nachrichtentexte verwendet. Der Anwalt Steven Lieberman von der „New York Daily News“ erklärte: „Wir fordern eine Bestrafung von OpenAI, weil das Unternehmen Beweise versteckt und zerstört hat, die zeigen, wie ChatGPT anhand von gestohlenem Journalismus trainiert wurde.“ Als Strafe wird unter anderem gefordert, dass OpenAI die Anwaltskosten der Kläger übernimmt.

Hintergrund des Rechtsstreits

Die „New York Times“ hatte OpenAI und dessen Geschäftspartner Microsoft bereits im Jahr 2023 verklagt. Seitdem haben sich weitere Medienorganisationen der Klage angeschlossen. Der Fall könnte wegweisend für die rechtliche Bewertung von KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Inhalten sein. Die Medien argumentieren, dass OpenAI durch die Nutzung ihrer Texte ohne Lizenz oder Vergütung einen unfairen Wettbewerbsvorteil erlangt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

OpenAI in der Kritik

OpenAI steht seit längerem im Fokus von Urheberrechtsdebatten. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, seine KI-Modelle mit Milliarden von Textdaten aus dem Internet zu trainieren, darunter auch urheberrechtlich geschützte Werke, ohne die Rechteinhaber zu entschädigen. OpenAI hingegen beruft sich auf das Prinzip des „Fair Use“ und argumentiert, dass das Training mit öffentlich zugänglichen Daten legal sei. Der Ausgang des Verfahrens könnte weitreichende Folgen für die KI-Branche haben.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration