DFB schweigt zur WM in Trumps USA: „Es geht nur um Fußball“
DFB schweigt zur WM in Trumps USA

DFB und die WM in Trumps Amerika: Schweigen, Aussitzen, Ausweichen

Selten war eine Weltmeisterschaft so politisch wie die in den USA unter Donald Trump. Doch anders als vor vier Jahren in Katar hält sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) extrem zurück. Das Motto lautet: „Es geht doch nur um Fußball.“ Diese Haltung passt nicht jedem.

Von Peter Ahrens, 06.06.2026, 18.12 Uhr

Die Nationalspieler bei der WM 2022: Von „vorher abräumen“ kann keine Rede mehr sein. Foto: ULMER / Teamfoto / IMAGO

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Hintergrund der Zurückhaltung

Während die Weltmeisterschaft 2022 in Katar noch von heftigen Debatten um Menschenrechte und Arbeitsbedingungen begleitet wurde, zeigt sich der DFB diesmal auffällig bedeckt. Die politische Dimension des Turniers in den USA, das von Präsident Donald Trump geprägt wird, scheint der Verband ausblenden zu wollen. Offizielle Stellungnahmen zu kontroversen Themen wie Einwanderungspolitik oder Rassismus bleiben aus.

Kritiker werfen dem DFB vor, aus Angst vor Konflikten mit dem Gastgeberland zu schweigen. Andere sehen darin eine strategische Entscheidung, um den Fokus allein auf den Sport zu legen. Doch die Frage bleibt: Kann man Fußball und Politik in Zeiten von Trump wirklich trennen?

Reaktionen aus der Fußballwelt

Nicht nur Journalisten, sondern auch ehemalige Nationalspieler äußern sich irritiert. „Wir haben in Katar gesehen, wie wichtig klare Worte sind. Jetzt schweigt der DFB – das ist enttäuschend“, wird ein früherer Profi zitiert. Andere Stimmen fordern mehr Zivilcourage und ein klares Bekenntnis zu demokratischen Werten.

Der DFB selbst verweist auf die sportliche Aufgabe und betont, dass man sich nicht in die Politik des Gastgeberlandes einmischen wolle. Diese Linie stößt jedoch auf wachsenden Widerstand in Teilen der Öffentlichkeit.

Ausblick auf die WM 2026

Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird die erste mit 48 Teams sein. Die politischen Spannungen rund um das Turnier dürften weiter zunehmen. Ob der DFB seine Strategie des Schweigens beibehält oder doch noch Stellung bezieht, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die WM 2026 wird nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich ein Großereignis.

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