Massensturz überschattet Merliers dritten Sprint-Sieg bei Tour de France
Massensturz überschattet Merliers dritten Tour-Sieg

Die 12. Etappe der Tour de France endete mit einem Hattrick für den belgischen Radprofi Tim Merlier, doch ein schwerer Massensturz im Finale überschattete den Tagessieg. Merlier vom Team Soudal Quick-Step setzte sich auf der 179,1 Kilometer langen Strecke nach Chalon-sur-Saône im Massensprint durch und feierte damit seinen dritten Etappenerfolg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.

Sturz überschattet Sprint-Entscheidung

Kurz vor dem Ziel kam es zu einem heftigen Massensturz, der mehrere Fahrer zu Fall brachte. Glücklicherweise gab es keine schweren Verletzungen, doch der Vorfall sorgte für große Nervosität im Peloton. „Es war ein sehr hektisches Finale. Der Sturz hat alle aufgeschreckt“, sagte ein Sprecher der Rennleitung. Die genaue Ursache des Sturzes war zunächst unklar, aber die hohe Geschwindigkeit und die Enge in der Schlussphase trugen zu dem Unglück bei.

Merlier unschlagbar im Sprint

Tim Merlier ließ der Konkurrenz keine Chance und gewann souverän vor dem Niederländer Olav Kooij (Decathlon-CMA CGM) und dem Belgier Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech). Mit drei Siegen in dieser Tour de France unterstreicht Merlier seine Dominanz in den Massensprints. „Ich bin überglücklich. Das Team hat perfekt gearbeitet, und ich konnte den Sieg einfahren“, sagte Merlier nach dem Rennen.

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Deutsche Sprint-Hoffnungen enttäuscht

Für die deutschen Sprinter war die 12. Etappe die letzte Chance auf einen Tagessieg in diesem Jahr, da die verbleibenden Etappen mehr in den Bergen stattfinden. Max Kanter (Cottbus/XDS Astana) wurde Siebter und verpasste das Podium deutlich. „Es war ein schwerer Tag. Der Sturz hat uns aus dem Rhythmus gebracht, aber wir haben alles gegeben“, kommentierte Kanter. Auch andere deutsche Fahrer wie Phil Bauhaus und Pascal Ackermann kamen nicht in die Spitzengruppe.

Pogacar behält Gelbes Trikot

Der Gesamtführende Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) geriet auch auf der 12. Etappe nicht in Gefahr. Der viermalige Toursieger aus Slowenien hat weiterhin 3:36 Minuten Vorsprung auf seinen Verfolger Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike). Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) liegt als Sechster 4:44 Minuten zurück. Pogacar zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf: „Es war ein ruhiger Tag für mich. Die Mannschaft hat mich gut durchgebracht.“

Ausblick auf die 13. Etappe

Am Freitag geht es mit der 13. Etappe zurück ins Gebirge, wenngleich die ganz großen Anstiege fehlen. Die längste Etappe der diesjährigen Tour führt über 205,8 Kilometer nach Belfort. Dabei müssen die Fahrer einen Anstieg der dritten Kategorie und mit dem Ballon d'Alsace einen der ersten Kategorie bewältigen. Ausreißergruppen werden sich große Hoffnungen auf einen Tagessieg machen, da die Sprinter in diesem Terrain kaum Chancen haben werden.

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