Deutsches Eishockey-Team erleidet bitteres Olympia-Aus
Mailand, 18. Februar 2026 – Ein enttäuschendes Ende der olympischen Träume: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist im Viertelfinale der Olympischen Spiele sang- und klanglos ausgeschieden. Gegen die Slowakei setzte es eine deutliche 2:6-Niederlage (0:1, 1:3, 1:2), die alle Hoffnungen auf eine Medaille begrub.
Katastrophaler Start und entscheidende 33 Sekunden
Schon der Auftakt des Do-or-die-Spiels ließ Schlimmes erahnen. Mit nur fünf Schüssen auf das gegnerische Tor im ersten Drittel präsentierte sich das Team von Bundestrainer Harold Kreis (67) behäbig und ideenlos. Das 0:1 durch Pavol Regenda (26) in der 19. Minute war da nur die logische Konsequenz.
Nach der Pause folgte dann der endgültige K.o.-Schlag: Innerhalb von nur 33 Sekunden in der 25. Minute trafen Milos Kelemen (26) und Oliver Okuliar (25) zum 3:0. Zwei individuelle Fehler von Lukas Kälble (28) und Jonas Müller (30) ebneten den Slowaken den Weg. Selbst eine sofortige Auszeit von Trainer Kreis konnte den Absturz nicht aufhalten.
NHL-Stars finden nie ins Turnier
Besonders bitter: Das mit sieben NHL-Profis wie Superstar Leon Draisaitl (30) nominierte Team fand nie zu seiner eigentlichen Stärke. Während die Slowaken trotz ähnlicher Vorbereitungsprobleme zusammengefunden hatten, wirkte die deutsche Mannschaft wie ein Flickenteppich unterschiedlicher Spielphilosophien.
„Die besten deutschen Mannschaften sah ich 2018 und 2023. Da muss dieses Team erst noch hinkommen“, hatte Ex-Kapitän Moritz Müller (39) vor dem Spiel gewarnt – und sollte Recht behalten. Das offensive Tempo der NHL-Spieler kollidierte mit der defensiveren Ausrichtung der DEL-Akteure, eine harmonische Einheit entstand nie.
Rhythmusprobleme und taktische Schwächen
Vier Spiele in fünf Tagen erwiesen sich als zu viel für das DEB-Team. Während die ausgeruhten Slowaken frisch wirkten, zeigten die Deutschen Ermüdungserscheinungen. Nach dem zwischenzeitlichen 4:0 durch Dalibor Dvorsky (20) in der 31. Minute war die Partie praktisch entschieden.
Zwar gelangen Lukas Reichel (23) in der 35. und Frederik Tiffels (30) in der 50. Minute noch zwei Anschlusstore, doch sie blieben reine Ergebnis-Kosmetik. Tomas Tatar (35) setzte mit dem 6:2 in den leeren Kasten den Schlusspunkt unter eine enttäuschende Olympia-Teilnahme.
Nachspielzeit: Analyse des Debakels
Die Bilanz ist vernichtend: Vom Olympia-Silber von 2018 und dem WM-Silber von 2023 ist diese Mannschaft meilenweit entfernt. Die späte Anreise der NHL-Spieler, mangelnde Vorbereitungszeit und ungelöste taktische Fragen führten zu einem der schwächsten Auftritte einer deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei einem Großturnier.
Auf der Bank saßen Leon Draisaitl, Joshua Samanski (23), Tim Stützle (24), Nico Sturm (30) und Alexander Ehl (26) niedergeschlagen – das Bild einer verpassten Chance. Torhüter Philipp Grubauer (34) musste erneut sechs Mal hinter sich greifen, ohne dass die Verteidigung ihm ausreichend Schutz bieten konnte.
Für Bundestrainer Harold Kreis und sein Team beginnt nun eine lange Analysephase. Die Frage, wie Deutschland trotz NHL-Beteiligung wieder an frühere Erfolge anknüpfen kann, bleibt unbeantwortet. Die Olympischen Spiele 2026 enden für das deutsche Eishockey damit früher als erhofft und mit einem schmerzhaften Rückschlag.



