Eishockey-Finale Kanada gegen USA bei Olympia weiterhin im Bereich des Möglichen
Das heiß erwartete Eishockey-Finale zwischen den nordamerikanischen Rivalen Kanada und den USA bleibt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand ein realistisches Szenario. Allerdings überschatten ernste Verletzungssorgen um Kanadas Kapitän und Superstar Sidney Crosby die Vorfreude auf die entscheidenden Spiele.
Dramatische Viertelfinals mit Verlängerungsentscheidungen
Drei der vier Viertelfinalpartien wurden erst in der Overtime entschieden, was die Spannung und Gleichwertigkeit des Turniers unterstreicht. Kanada, die USA und Finnland kämpften sich jeweils mit knappen Siegen in die nächste Runde. Der amtierende Olympiasieger Finnland drehte dabei ein 0:2 gegen die Schweiz und siegte mit 3:2 nach Verlängerung.
Die NHL-Startformation Kanadas um Connor McDavid, Nathan Mackinnon und den verletzten Sidney Crosby hatte erhebliche Mühe mit den unterbewerteten Tschechen. Bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit führten die Tschechen noch mit 3:2, ehe Nick Suzuki von den Montreal Canadiens den Ausgleich erzielte. In der Verlängerung sicherte Mitch Marner von den Vegas Golden Knights den 4:3-Sieg für die Kanadier.
Besorgniserregende Verletzung von Sidney Crosby
Der 39-jährige Olympiasieger von 2010 und 2014 musste im Mittelabschnitt des Spiels gegen Tschechien verletzt in die Kabine gehen und kehrte nicht mehr aufs Eis zurück. Crosby hatte im Verlauf der Partie mehrere harte Checks einstecken müssen, die letztlich zu seinem vorzeitigen Ausscheiden führten.
„Das ist natürlich hart, wenn du deinen Kapitän so siehst. Ich hoffe, dass er im nächsten Spiel wieder dabei sein kann“, kommentierte Abwehrstar Drew Doughty von den Los Angeles Kings die Situation. Die Frage, ob Crosby im Halbfinale gegen Finnland am Freitag einsatzfähig sein wird, bleibt vorerst unbeantwortet.
Halbfinalpaarungen stehen fest
Im ersten Halbfinale treffen die Kanadier auf Finnland, während sich im zweiten Duell die USA und die Slowakei gegenüberstehen. Die US-Boys, die neben Kanada als Top-Favoriten gelten, setzten sich gegen Schweden mit 2:1 nach Verlängerung durch. Quinn Hughes von Minnesota Wild erzielte dabei den entscheidenden Treffer.
Die Slowaken hatten zuvor Deutschland aus dem Turnier geworfen und zeigen sich als überraschend starker Kontrahent. Für die Schweiz endete das Turnier trotz tapferer Leistung, wobei Verletzungen von NHL-Star Kevin Fiala und Ex-NHL-Profi Denis Malgin in der Vorrunde das Team schwächten.
Die kommenden Spitzenbegegnungen versprechen weiterhin höchste sportliche Qualität und Dramatik, wobei die Verletzung von Sidney Crosby eine erhebliche Unwägbarkeit für die kanadischen Goldhoffnungen darstellt.



