Krachendes Aus in Mailand: Eishockey-Team scheitert im Olympia-Viertelfinale an Slowakei
Olympia-Aus: Eishockey-Team unterliegt Slowakei deutlich

Enttäuschende Olympia-Pleite: Eishockey-Team verabschiedet sich aus Mailand

Der Traum von einer olympischen Medaille ist für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft jäh geplatzt. Im Viertelfinale der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand unterlag das Team von Bundestrainer Harold Kreis der Slowakei deutlich mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2). Damit endet das Turnier für die als nominell stärkste deutsche Auswahl der Geschichte angetretenen Spieler um Superstar Leon Draisaitl bereits in der Runde der besten acht.

Defensive überfordert, Offensive zu harmlos

Bereits in den ersten zwanzig Minuten zeichnete sich ab, dass die deutsche Mannschaft gegen die flinken und technisch versierten Slowaken massive Probleme haben würde. Torhüter Philipp Grubauer musste allein im ersten Drittel stolze siebzehn Schüsse auf sein Tor abwehren, während die deutschen Stürmer ihre wenigen Torchancen nicht nutzen konnten. „Die Defensive fehlte in der Breite, und offensiv fehlte uns die Leichtigkeit“, fasste ein Beobachter die Schwächen zusammen.

Die entscheidende Phase des Spiels kam im zweiten Drittel, als die Slowaken innerhalb von nur dreiunddreißig Sekunden zwei Tore erzielten – beide begünstigt durch leichte Abwehrfehler der deutschen Mannschaft. Die mehrheitlich slowakischen Fans in der Arena Santagiulia waren daraufhin in ausgelassener Partylaune, während bei den deutschen Spielern die Enttäuschung immer größer wurde.

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Historische Mannschaftskonstellation ohne Happy End

Bundestrainer Harold Kreis hatte vor dem Spiel betont, dass die Zusammensetzung dieses Teams historisch sei: „Es sind alles Kumpels. Diese Mannschaft wird so wohl nicht wieder zusammenspielen.“ Mit sieben NHL-Spielern, darunter der ehemalige MVP Leon Draisaitl, verfügte Deutschland über nominell mehr Qualität als je zuvor. Doch genau diese individuelle Klasse konnte im entscheidenden Moment nicht aufs Eis gebracht werden.

Leon Draisaitl, der als deutscher Fahnenträger bei der Eröffnungsfeiler auftrat und als Kapitän die zentrale Rolle im Team übernahm, rieb sich zwar auf und kreierte Torchancen, doch ihm fehlte die spielerische Leichtigkeit. „Natürlich fliegen wir da hin, um eine Medaille zu holen“, hatte der Star der Edmonton Oilers vor dem Turnier erklärt – doch dieser Anspruch konnte nicht eingelöst werden.

Für die Slowaken trafen Pavol Regenda (19., 41.), Milos Keleman, Oliver Okuliar (beide 25.), Dalibor Dvorsky (31.) und Tomas Tatar (56.). Die deutschen Tore erzielten Lukas Reichel auf Vorlage von Draisaitl (35.) und Frederik Tiffels (51.), was das Ergebnis lediglich etwas erträglicher machte.

Bittere Wiederholung der Olympia-Erfahrung

Für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist dies bereits das zweite Olympia-Aus in Folge gegen osteuropäische Konkurrenz. Bereits 2022 in Peking war das Team im Viertelfinale-Qualifikationsspiel mit 0:4 an der Slowakei gescheitert. Damals wie heute zeigte sich, dass die nominelle Stärke auf dem Papier nicht automatisch zu Turniererfolgen führt.

Nach der enttäuschenden Vorrunde hatte Deutschland noch Glück, als die Turnierkarten neu gemischt wurden und alles praktisch bei Null begann. In der Viertelfinal-Qualifikation besiegte man Frankreich mit 5:1, was Hoffnungen auf mehr weckte. Top-Verteidiger Moritz Seider sagte anschließend über die Slowakei: „Das Halbfinale ist zum Greifen.“ Doch diese Hürde erwies sich als eindeutig zu hoch.

Die Slowaken um NHL-Star und Peking-MVP Juray Slafkovsky (Montréal Canadiens) zeigten sich technisch und körperlich überlegen und warfen Deutschland damit erneut aus dem olympischen Turnier. Für das deutsche Team bedeutet dies die vorzeitige Heimreise aus Mailand und die bittere Erkenntnis, dass die nominell beste Mannschaft der Geschichte nicht die erhofften Früchte trug.

Bei der kommenden Weltmeisterschaft im Mai – die mitten in die NHL-Playoffs fällt – wird das deutsche Team ein völlig anderes Gesicht zeigen müssen. Die historische Konstellation um Leon Draisaitl und seine NHL-Kollegen wird so nicht wieder zusammenkommen, was die enttäuschende Olympia-Pleite noch bitterer macht.

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