Eishockey-Skandal bei Olympia: Illegales Tor übersehen - Kanada rettet sich ins Halbfinale
Olympia-Eishockey: Illegales Tor übersehen - Kanada siegt

Olympia-Eishockey: Illegales Tor löst keine Strafe aus - Kanada rettet sich

Im spannenden Viertelfinale der Olympischen Winterspiele in Mailand kam es zu einer brisanten Szene, die beinahe das Aus für Kanada bedeutet hätte. Ondrej Palat (34), Profi der New York Islanders, erzielte in der 53. Minute das vermeintlich wichtige 3:2 für Tschechien gegen den Topfavoriten Kanada.

Regelverstoß von den Schiedsrichtern übersehen

Die Fernsehbilder zeigten jedoch deutlich: Tschechien hatte in diesem Moment sechs Feldspieler auf dem Eis statt der erlaubten fünf. Zudem befanden sich nicht alle Spieler in der vorgeschriebenen 1,50 Meter breiten Wechselzone, sondern bereits aktiv im Spielgeschehen. Laut IIHF-Regelwerk wäre dies eigentlich mit einer zweiminütigen Bankstrafe für "zu viele Spieler auf dem Eis" zu ahnden gewesen.

"Das Dilemma: Die vier Unparteiischen haben es nicht gesehen", berichtet unser Korrespondent aus Mailand. Auch die kanadische Mannschaft protestierte nur verhalten, während die tschechische Seite natürlich kein Interesse an einer Überprüfung hatte. Da keine Strafe verhängt wurde, stand nach den Regeln des Weltverbandes auch kein Video-Beweis zur Verfügung.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kanada zeigt Nervenstärke und dreht das Spiel

In einer bemerkenswerten Wendung des Spiels gelang es Kanada jedoch, das Blatt noch zu wenden. Nick Suzuki (26) von den Montreal Canadiens erzielte in der 57. Minute den Ausgleich zum 3:3. In der Verlängerung sicherte dann Mitch Marner (28) von den Vegas Golden Knights mit einem Golden Goal den 4:3-Sieg und damit den Einzug ins Halbfinale.

Ex-NHL-Torhüter Jamie McLennan (54) kommentierte nachträglich: "Können Sie sich vorstellen, wie wir jetzt reden würden, wenn Kanada durch dieses illegale Tor verloren hätte? Es wäre eine absolute Katastrophe gewesen! Zum Glück haben Nick Suzuki und Mitch Marner die Situation gerettet."

Trainer reagieren gelassen auf den Vorfall

Kanadas Trainer Jon Cooper (58) zeigte sich nach dem Spiel professionell. Auf Nachfrage zum umstrittenen Tor lächelte er nur und verließ die Pressekonferenz ohne weitere Kommentare. Die tschechische Mannschaft, die mit nur 13 NHL-Spielern nach Mailand gereist war, musste trotz des kurzen Erfolgserlebnisses die Heimreise antreten.

Die IIHF-Regeln zur Spielerwechselzone sind eindeutig:

  • Nur in der 1,50 Meter breiten Zone an der Bande dürfen sich auswechselnde Spieler begegnen
  • Der Wechsel muss ein fließender Übergang sein
  • Bei Verstößen droht eine zweiminütige Bankstrafe

In diesem Fall blieb der Regelverstoß ohne Konsequenzen, da ihn weder die Schiedsrichter noch die Linienrichter bemerkten. Zum Glück für den Eishockeysport und die Fairness des Turniers hatte der Fehler am Ende keine spielentscheidende Bedeutung.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration