Deutsche Eishockey-Cracks erleiden bittere Niederlage im Olympia-Viertelfinale
Wie begossene Pudel schlichen die deutschen Eishockey-Spieler vom Eis! Im Viertelfinale der Olympischen Spiele unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis der Slowakei mit einem enttäuschenden 2:6 (0:1, 1:3, 1:2). Von Beginn an zeigte das Team keine echte Chance, zu behäbig und mit zu vielen individuellen Fehlern. Während die Slowaken fast vier Tage Pause hatten, bestritt das DEB-Team bereits das vierte Spiel innerhalb von fünf Tagen – ein Faktor, den jedoch niemand als Ausrede gelten lassen wollte.
Bundestrainer Kreis sucht keine Ausreden
Harold Kreis äußerte sich nach der Niederlage: „Ich suche keine Ausreden, aber Tempo hängt auch mit dem körperlichen Zustand zusammen. Wir spielen das zweite Mal in 24 Stunden, die Slowaken hatten drei volle Tage frei. Ob das eine Rolle gespielt hat, weiß ich nicht, und wir thematisieren das auch nicht.“ Stattdessen stand die spielerische Komponente im Vordergrund. Der entmachtete Kapitän Moritz Müller kritisierte: „Es ist uns nicht gelungen, übers komplette Turnier unser Spiel aufs Eis zu bringen. Wir waren vor allem hinten zu anfällig.“
NHL-Stars analysieren die Gründe für das Scheitern
Moritz Müller ging es um das große Ganze: „Nicht dieses Ergebnis ist es, man hätte insgesamt mehr Potenzial gehabt. Wir haben nie so richtig unsere Team-Identität gefunden.“ Dies könnte auf Bundestrainer Kreis abzielen, der für die Taktik verantwortlich ist. Kreis, der noch bis nach der Heim-WM 2027 Vertrag hat, reagierte: „Wenn die Spieler das so sehen, hat das einen Grund. Vielleicht ist die Frage berechtigt, ob ich sie zu viel eingesetzt habe.“ Hintergrund ist der unterschiedliche Spielstil von NHL- und DEL-Spielern, was zu Koordinationsproblemen führte.
Moritz Seider legt den Finger in die Wunde
NHL-Star Moritz Seider wurde deutlich: „Das zweite Drittel war maßgebend für das gesamte Spiel. Wir haben nach dem zweiten Gegentor völlig den Faden verloren. Wir haben versucht, das dann mit der Brechstange anzugehen, und da wird es dann selten was.“ Vor dem Spiel hatte er die Slowakei als idealen Gegner bezeichnet und blieb dabei: „Es sollte unser Maßstab sein, dass man so ein Spiel gewinnt. Das war eine sehr machbare Aufgabe. Deswegen ist es sehr bitter, dass wir es heute nicht hinbekommen haben.“
Leon Draisaitl und weitere Stimmen zur Enttäuschung
Leon Draisaitl sah ähnlich: „Wir haben im Turnier nie so wirklich zu unserem Spiel gefunden. Auf dem Level werden Fehler einfach bestraft. Eine vertane Chance, die weh tut.“ Seider ergänzte: „Wir sind ein Team, das über Stolz, über Willen kommt, aber manchmal spielen wir zu süß außenrum.“ Draisaitl fasste zusammen: „Es waren einfach zu viele Fehler. Wenn man so spielt, gibt man sich selbst gar nicht erst die Chance.“ Für ihn bedeutet dies erneut kein großer Titel.
Nico Sturm kritisiert defensive Schwächen
Nico Sturm erkannte: „Der Körper war da, der Geist nicht. Ein Lapsus nach dem anderen. Was uns immer stark macht, die defensive Struktur, das System, sind uns abhanden gekommen.“ Den Druck der Öffentlichkeit wies er zurück: „Druck ist immer da, aber es war nicht so, dass die ganze Welt auf unseren Schultern lag.“
Ausblick auf die Zukunft von Bundestrainer Kreis
Harold Kreis blieb gelassen: „Das Minimalziel erreicht, aber es ist zu früh, ein Resümee zu ziehen.“ Die Mannschaft muss nun die Lehren aus dieser enttäuschenden Olympia-Teilnahme ziehen, während die Fans auf Besserung bei kommenden Turnieren hoffen.



