Audi-Chef Döllner: Formel-1-Start trotz holpriger Saison im Plan
Die Formel-1-Debütsaison von Audi verläuft bislang eher durchwachsen. Vor dem Europa-Auftakt in Monaco am Sonntag (15.00 Uhr/RTL und Sky) zeigt sich Vorstandschef Gernot Döllner dennoch zufrieden. Der 57-Jährige betonte bei einer Medienrunde, dass die Erwartungen des Konzerns für den Einstieg in die Rennserie „absolut erfüllt“ seien. „Wir sind sehr zufrieden, wo wir auf unserer Position im Mittelfeld sind“, fügte Döllner hinzu.
Bislang gelang Audi nur beim Saisonauftakt in Australien der Sprung in die WM-Punkte, als der Brasilianer Gabriel Bortoleto den neunten Platz belegte. Routinier Nico Hülkenberg wartet nach fünf Saisonläufen noch auf seinen ersten Punkt. Döllner bleibt jedoch gelassen: „Wir sind bescheiden und absolut realistisch, auch im Vergleich zu anderen Wettbewerbern, die Jahre brauchten, um nach vorn zu kommen.“
Teamchef-Rücktritt ohne Auswirkungen
Audi hatte für den Einstieg in die Formel 1 das Schweizer Sauber-Team übernommen und baut nun auch die Motoren für die eigenen Autos. Kurz nach dem Saisonstart überraschte der plötzliche Rücktritt von Teamchef Jonathan Wheatley. Laut Döllner habe dies jedoch „kaum oder sogar gar keinen Einfluss“ auf die gute Stimmung im Team gehabt. „Wir waren vorbereitet. Die neue Teamstruktur funktioniert exzellent“, sagte der Audi-Boss.
Die Kernaufgaben von Wheatley hat Audi-Projektleiter Mattia Binotto übernommen. Der Schotte Allan McNish wurde Ende April zum Renndirektor befördert. „Bei uns läuft alles professionell und stabil“, stellte Döllner fest. Mit diesen personellen Anpassungen sieht sich Audi gut gerüstet für die kommenden Rennen in Europa.



