Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat keine Lust auf eine Wiederholung des legendären „Kriegs der Sterne“ zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Nachdem die Silberpfeile in der Formel-1-Saison 2026 wieder das dominante Paket schnüren, droht Wolff den beiden Fahrern Kimi Antonelli und George Russell mit der sofortigen Entlassung, sollten sie sich gegenseitig von der Strecke drängen.
Historische Parallelen und aktuelle Lage
Von 2014 bis 2021 gewann Mercedes achtmal in Serie die Konstrukteurs-WM. In jener Ära lieferten sich Hamilton und Rosberg drei Jahre lang ein erbittertes Duell um den Fahrertitel, das mehrmals in Kollisionen endete – unvergessen der Doppel-Abflug in Spanien 2016. Rosberg gewann 2016 knapp, beendete aber danach seine Karriere, ausgelaugt vom internen Kampf. Zehn Jahre später stehen die Zeichen wieder auf Stallduell: Mercedes hat das schnellste Auto, und Antonelli (19) sowie Russell (28) liegen leistungsmäßig auf Augenhöhe.
Aktuell führt Antonelli die Fahrerwertung mit 59 Punkten Vorsprung auf Russell an, nach einer Serie von fünf Siegen. Russell hingegen hadert mit technischen Defekten und konnte nur den Auftakt in Australien gewinnen. Doch die WM ist noch offen, und nach der Sommerpause könnte Russell das „Momentum“ drehen.
Zwischenfall in Kanada und Wolffs klare Ansage
Bereits beim Kanada-GP in Montreal kam es im Sprintrennen zu einer umstrittenen Szene: Russell hielt bei einem Angriff Antonellis hart dagegen, sodass der Italiener aufs Gras ausweichen musste. Antonelli wütete am Funk: „Das war ganz schön dreckig. Das sollte eine Strafe geben.“ Wolff griff ein und wies Antonelli an, nicht zu „jammern“, sondern sich aufs Fahren zu konzentrieren. Damals kündigte Wolff bereits an, einen „Krieg der Sterne 2.0“ zu verhindern. Nun legte er im Gespräch mit „RacingsNews365“ nach: „Ich werde das nicht erlauben. Das wird mir nie wieder passieren. Das passiert dem Team nicht noch einmal. Ganz einfach. Wenn ein Fahrer das macht, nehme ich ihn raus.“
Zukunft und Konsequenzen
Die Drohung ist unmissverständlich: Wer sich wie einst Hamilton und Rosberg gegenseitig von der Strecke schießt, fliegt. Mercedes will die Dominanz nicht durch interne Querelen gefährden. Nach dem Ungarn-GP pausiert die Formel 1 vier Wochen, bevor es vom 21. bis 23. August mit dem Großen Preis der Niederlande in Zandvoort weitergeht (live bei RTL und Sky). Die nächsten Rennen werden zeigen, ob Russell und Antonelli die Warnung beherzigen oder ob Wolff tatsächlich eingreifen muss.



