40-Grad-Marke in mehreren Bundesländern geknackt: Neuer Hitzerekord im Juli
40-Grad-Marke geknackt: Neuer Hitzerekord im Juli

Die 40-Grad-Marke ist am Donnerstag an mehreren Orten in Deutschland geknackt worden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurde in Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt ein vorläufiger Spitzenwert von 40,5 Grad erreicht. Es folgten 40,4 Grad in Kitzingen (Bayern), 40,2 Grad in Ohlsbach (Baden-Württemberg), 40,1 Grad in Frankfurt am Main und Bad Nauheim (Hessen) sowie 40,0 Grad in Rheinfelden in Baden-Württemberg. In drei Bundesländern – Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern – wurde damit ein neuer Juli-Hitzerekord aufgestellt, wie der DWD mitteilte. Es handelt sich jedoch noch um vorläufige Werte.

Bundesweiter Hitzerekord bleibt unangetastet

Der bundesweite Hitzerekord besteht weiterhin bei 41,8 Grad, gemessen in Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt) während der Hitzewelle Ende Juni. Diese Hitzewelle dauerte nach DWD-Angaben vom 18. bis 28. Juni an und setzte neue statistische Maßstäbe: An 467 von 488 Stationen wurden Allzeit- oder Monatsrekorde bei der Höchsttemperatur registriert. Am Wochenende vom 26. bis 28. Juni wurden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils ein deutscher Temperaturrekord gemessen – 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach und 41,8 Grad in Möckern-Drewitz. Der seit dem 25. Juli 2019 geltende Rekord von 41,2 Grad wurde damit um 0,6 Grad übertroffen.

Gesundheitliche Folgen der Hitzewelle

Die extremen Temperaturen haben auch gesundheitliche Auswirkungen. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in diesem Jahr bereits fast 10.000 Menschen in Deutschland infolge der Hitze gestorben. Bis zum 19. Juli lag die Zahl bei 9800 – mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Über 5000 dieser Todesfälle gehen auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück. Besonders betroffen sind ältere Menschen: 5420 der Todesopfer waren demnach 85 Jahre oder älter. Das RKI betont, dass diese Zahlen vorläufig sind und die tatsächliche Zahl noch höher liegen könnte.

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Ausblick und Warnungen

Die Hitzewelle im Juni und die aktuellen Temperaturen über 40 Grad verdeutlichen die zunehmende Intensität von Hitzeextremen in Deutschland. Klimaforscher warnen, dass solche Ereignisse aufgrund des Klimawandels häufiger und heftiger werden. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, sich ausreichend zu schützen, insbesondere ältere Menschen und Risikogruppen.

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