Präsident Peña bleibt aus Aberglauben dem Stadion fern
Nach dem überraschenden Sieg gegen Deutschland im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft will Paraguays Präsident Santiago Peña das Achtelfinale gegen Frankreich nicht im Stadion verfolgen. Der Grund: Aberglaube. „Als Präsident erhalte ich zwar immer eine Einladung zu jedem einzelnen Spiel. Aber ich muss auch sagen, dass ich im Grunde ein kleines bisschen abergläubisch bin. Deshalb schaue ich mir das Spiel lieber einfach von zu Hause aus an“, zitierte die paraguayische Zeitung „Hoy“ das Staatsoberhaupt.
Bisherige Stadionbesuche verliefen unglücklich
Peña war lediglich zum Auftaktspiel der paraguayischen Nationalmannschaft gereist, das die „Albirroja“ deutlich mit 1:4 gegen WM-Gastgeber USA verlor. Bei den folgenden Gruppenspielen gegen die Türkei (1:0) und Australien (0:0) war er hingegen nicht vor Ort. Gegen Deutschland fehlte Peña wegen seiner Gastgeberpflichten beim Mercosur-Gipfel in Asunción. Die Südamerikaner schalteten den viermaligen Weltmeister Deutschland im Elfmeterschießen aus – ein Erfolg, der im Land für Euphorie sorgte und dem Peña einen nationalen Feiertag ausrief.
Chance auf erstes Viertelfinale seit 2010
Paraguay hat am Samstag (23.00 Uhr/MESZ) die Möglichkeit, erstmals seit 2010 wieder in die Runde der letzten Acht bei einer WM einzuziehen. Gegner ist der favorisierte Vizeweltmeister Frankreich. Präsident Peña möchte auf seine Weise dazu beitragen, dass dieses Fußball-Wunder Wirklichkeit wird, indem er dem Spiel fernbleibt. Die paraguayischen Fans hoffen, dass der Aberglaube des Präsidenten einmal mehr Früchte trägt, denn die Mannschaft gewann beide bisherigen Partien ohne seine Anwesenheit im Stadion.



