Bastian Schweinsteiger, 41, sorgte als Nationalspieler bei argentinischen Fußballfans für viel Leid, als ARD-Experte durfte er nun gemeinsam mit ihnen den Finaleinzug feiern. Nach dem Halbfinalsieg gegen England nahmen ihn die hüpfenden Fans in ihre Mitte, ein Video davon teilte Schweinsteiger auf Instagram.
Dreimaliges WM-Aus für Argentinien durch Schweinsteiger
Der 121-malige Nationalspieler hatte im Stadion den 2:1-Sieg Argentiniens gegen England analysiert, ehe er von den Fans abgepasst wurde. Gleich drei Mal stand Schweinsteiger in seiner Karriere bei einem WM-Aus der Argentinier auf dem Platz. Beim Sommermärchen 2006 setzte sich Schweinsteiger mit der Mannschaft des damaligen Teamchefs Jürgen Klinsmann im Viertelfinale nach Elfmeterschießen durch. Vier Jahre später trug er als Vorlagengeber im Viertelfinale in Südafrika zu einem deutlichen 4:0 bei. 2014 folgte dann die Krönung: Im Finale von Maracanã bezwang Deutschland die Argentinier mit 1:0, Schweinsteiger wurde mit seinem Cut unter dem Auge zu einem Symbol des Sieges.
Versöhnung und Feierlaune in Atlanta
„Du hast Argentinien bei Weltmeisterschaften dreimal geschlagen“, schrieb Schweinsteiger. „Und heute feierst du gemeinsam mit Argentinien den Einzug in ein weiteres Finale.“ Der argentinische Radiosender Mitre kommentierte das Video mit den Worten: „Wir vergeben ihm.“ Das Video zeigt die ausgelassene Stimmung, als Schweinsteiger von den Fans umringt wird und mit ihnen jubelt.
Ausblick auf das Finale gegen Spanien
Für das Finale gegen Spanien am Sonntag (21 Uhr, Livekommentar auf SPIEGEL.de) müssen die Argentinier jedoch wohl auf eine Party mit Schweinsteiger verzichten. Neben Magenta überträgt das ZDF das Spiel. Ob Schweinsteiger der spanischen Nationalmannschaft die vielen Siege über die DFB-Elf vergeben hat, bleibt offen.



