Belgiens Nationalmannschaft sorgt bei der Fußball-Weltmeisterschaft erneut für Wirbel. Nach dem 4:1-Sieg im Achtelfinale gegen die USA und der Kontroverse um die aufgehobene Rotsperre des US-Stürmers Folarin Balogun legte der belgische Verband RBFA eine weitere Beschwerde ein. Dieses Mal geht es um die Trainingsbedingungen vor dem Viertelfinale gegen Spanien.
Belgien lehnt zugewiesenen Trainingsplatz ab
Der belgische Nationalverband ließ mitteilen, dass das ihnen ursprünglich für die Vorbereitung auf das Viertelfinale zugewiesene Trainingsquartier „nicht den für unsere Trainingseinheiten erforderlichen Mindeststandards“ entspreche. Die Rede war vom Gelände der Loyola-Marymount-Universität (LMU) in Los Angeles. Daraufhin erlaubte der Weltverband FIFA den Belgiern, stattdessen beim MLS-Club Los Angeles Galaxy zu trainieren.
Die Universität zeigte sich verwundert über die Kritik. „Unser Spielfeld ist in einem hervorragenden Zustand und wurde bereits von mehreren Profisportmannschaften genutzt – auch für diesen Sommer sind entsprechende Einsätze geplant“, teilte die LMU dem Portal „The Athletic“ mit.
Belgien blickt zuversichtlich auf Viertelfinale
Trotz der Turbulenzen um die Trainingsplatzwahl zeigt sich die belgische Mannschaft vor dem Duell mit dem großen Favoriten Spanien zuversichtlich. Torwart Thibaut Courtois erinnerte an den unerwarteten Sieg vor acht Jahren gegen Brasilien im WM-Viertelfinale, als ein 2:1 den ersten Einzug ins Halbfinale nach 32 Jahren ermöglichte. „Die waren favorisiert und vielleicht hatten sie individuell mehr Qualität“, sagte der Keeper von Real Madrid über Parallelen zum nächsten Spiel. „Aber ich habe das Gefühl, wir sind jetzt ein großartiges Team, und wir kämpfen.“
Courtois betonte auch das knappe Weiterkommen gegen Senegal im Sechzehntelfinale, als Belgien einen 0:2-Rückstand noch drehte. „Das hat unsere Fähigkeiten gezeigt, bis zum Ende an uns zu glauben, und das ist eine Stärke bei einer Weltmeisterschaft. Das Wichtigste ist, Spiele zu gewinnen. Es ist schön, wenn man auch gut spielt, aber das Wichtigste ist zu gewinnen und das haben wir getan“, sagte er.
Spanien als bisher einzige Mannschaft ohne Gegentor
Spanien hat als einziges Team bei der WM noch kein Gegentor kassiert und geht als Favorit in die Partie. Im Achtelfinale gegen die USA zeigte Belgien eine souveräne Leistung und gewann 4:1. Die Partie war jedoch von der Aufregung um den gegnerischen Stürmer Balogun überschattet, dessen Rotsperre die FIFA nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump unerwartet zur Bewährung ausgesetzt hatte.
Belgien hofft nun, auch gegen Spanien zu bestehen und den nächsten Schritt in Richtung WM-Titel zu machen.



