Vor dem WM-Halbfinale gegen Titelverteidiger Argentinien am Mittwoch (21 Uhr, ARD/MagentaTV) plagen England-Star Jude Bellingham (23) plötzlich Schulterprobleme. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid wurde im Viertelfinale gegen Norwegen (2:1 n.V.) mehrfach von TV-Kameras dabei gefilmt, wie er sich nach einem harten Zweikampf an die linke Schulter fasste und schmerzverzerrt das Gesicht verzog. Auch nach Abpfiff griff er sich vor einem TV-Interview an dieselbe Stelle.
Bellinghams Schulter bereits operiert
Die Bilder sorgen für Unruhe bei den englischen Fans und bei Nationaltrainer Thomas Tuchel. Bellingham war im vergangenen Sommer bereits wegen einer Schulterverletzung operiert worden und verpasste deshalb die ersten vier Ligaspiele von Real Madrid in der abgelaufenen Saison. Ein erstes Anzeichen für mögliche Schmerzen gab es bereits während der Trinkpause in der ersten Hälfte des Norwegen-Spiels: Aufnahmen zeigen, wie Bellingham während eines Gesprächs mit Tuchel Druck auf seine linke Schulter ausübt.
Wegen der mehrfachen Griffe an die linke Schulter wird nun spekuliert, dass die Verletzung Bellingham immer noch plagt oder sich sogar verschlimmert haben könnte. „Das wäre ein Schock“, kommentierte ein englischer Journalist. Bellingham ist bei dieser WM der Mann für die großen Spiele: Im Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) und im Viertelfinale gegen Norwegen traf er jeweils doppelt und hat nun sechs Turniertore erzielt – genauso viele wie Harry Kane.
Bellingham trotz Schmerzen unverzichtbar
Trotz der Beschwerden ist kaum vorstellbar, dass Bellingham im Halbfinale gegen Argentinien nicht von Beginn an spielen wird. Zu wichtig ist er für die Tuchel-Truppe. Bereits vor der Schulter-OP im vergangenen Sommer hatte er mit Schmerzen gespielt, um keine wichtigen Spiele für Real Madrid und die Nationalmannschaft zu verpassen. Das Halbfinale gegen Argentinien zählt zweifellos zu den wichtigsten Spielen seiner Karriere.
Auf dem Rasen ist von den Problemen bisher nichts zu sehen. Bellingham überzeugt mit starken Leistungen und Toren. Ob die Schmerzen ihn gegen Argentinien beeinträchtigen werden, bleibt abzuwarten. Die englische Mannschaft hofft, dass ihr Starspieler fit ist.



