Schock für den ghanaischen Fußballprofi Mohammed Fuseini (24): Der Stürmer des belgischen Erstligisten Union Saint-Gilloise ist am Sonntagmorgen in Brüssel Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden. Wie die belgische Zeitung „HLN“ berichtet, wurde Fuseini von mehreren Männern aus seinem Auto gezerrt und ausgeraubt. Die Täter erbeuteten sein Handy, die Geldbörse sowie eine Armbanduhr der Marke Rolex Datejust.
Tatort vor einem Brüsseler Nachtclub
Der Überfall ereignete sich gegen 6.30 Uhr vor dem Nachtclub „Bloody Louis“ in Brüssel. Fuseini war gerade in seinen Wagen gestiegen, als die Angreifer zuschlugen. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie die maskierten Männer den Fußballer gewaltsam aus dem Fahrzeug zerren. Einer hält ihn im Schwitzkasten, während ein Komplize seine Hosentaschen nach der Geldbörse durchsucht. Ein dritter Täter durchsuchte zeitgleich das Auto des Spielers nach weiteren Wertgegenständen. Insgesamt sollen fünf Männer an der Tat beteiligt gewesen sein.
Fuseini wehrte sich vergeblich
Der 24-Jährige versuchte sich nach Kräften zu wehren, war gegen die Übermacht jedoch chancenlos. Erst nachdem die Räuber ihre Beute gesichert hatten, ließen sie von ihm ab und flüchteten. Die belgische Polizei leitete umgehend Ermittlungen ein, die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Verfahren. Nach Informationen von „HLN“ konnte bereits ein Tatverdächtiger identifiziert und festgenommen werden. Weitere Details zu dem Verdächtigen oder dem Stand der Ermittlungen wurden zunächst nicht bekannt.
Körperlich unbeschadet – Training am nächsten Tag
Fuseinis Klub Union Saint-Gilloise gab nach der Tat Entwarnung: Der Spieler wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, körperlich habe er den Überfall aber weitgehend unbeschadet überstanden. Bereits am Montag stand der Ghanaer wieder mit seinen Teamkollegen auf dem Trainingsplatz. Die psychischen Folgen des Erlebnisses sind jedoch nicht absehbar.
Hintergrund: Von Graz über Dänemark nach Brüssel
Fuseini wechselte im Februar 2022 von seinem Heimatverein zu Sturm Graz. Nach einer Leihe zum dänischen Klub Randers FC wurde er im Sommer 2024 fest an Union Saint-Gilloise verkauft. Für die Brüsseler kommt er inzwischen auf 71 Pflichtspieleinsätze. Der Stürmer hat sich in Belgien als wichtiger Bestandteil der Mannschaft etabliert und war in der vergangenen Saison an mehreren Toren beteiligt.
Die Brüsseler Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden. Der Fall zeigt erneut die Problematik von Raubüberfällen auf Prominente in der belgischen Hauptstadt. Bereits in der Vergangenheit waren mehrere Fußballprofis Opfer ähnlicher Taten geworden.



