Der Angriff auf Mohammed Fuseini ereignete sich in der Nacht zum Dienstag im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles. Der 24-jährige Stürmer von Union Saint-Gilloise war mit Freunden in einem Club, als er gegen 2 Uhr nachts das Lokal verließ. Auf dem Weg zu seinem Auto wurde er von fünf maskierten Männern umstellt und zu Boden gerissen. Die Täter zerrten ihn aus seinem Fahrzeug und schlugen mehrfach auf ihn ein, bevor sie in einem dunklen Wagen flüchteten.
Tatablauf und Ermittlungen
Ein Video der Tat, das auf der Plattform X veröffentlicht wurde, zeigt die Brutalität des Überfalls. Zu sehen ist, wie die Angreifer den Profi aus seinem Auto zerren und auf ihn eintreten. Die Aufnahmen, die offenbar von einem Überwachungskameras stammen, wurden der Polizei übergeben. „Wir ermitteln wegen schwerer Körperverletzung und suchen dringend Zeugen“, sagte ein Sprecher der Brüsseler Polizei. Nach Angaben der Ermittler erlitt Fuseini Prellungen und eine Platzwunde am Kopf, befand sich aber nicht in Lebensgefahr. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und konnte es nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.
Reaktionen des Vereins
Union Saint-Gilloise zeigte sich bestürzt über den Vorfall. „Wir sind schockiert über den brutalen Angriff auf unseren Spieler. Mohammed geht es den Umständen entsprechend gut, aber er steht unter Schock. Wir stehen in engem Kontakt mit ihm und der Polizei“, teilte der belgische Erstligist auf seiner Website mit. Der Verein kündigte an, seine Sicherheitsvorkehrungen für Spieler zu überprüfen und künftig Begleitschutz nach nächtlichen Terminen zu organisieren. Auch die Teamkollegen solidarisierten sich mit Fuseini. Kapitän Christian Burgess postete auf Instagram: „Schreckliche Nachrichten. Wir sind bei dir, Moha!“
Sicherheitslage in Brüssel
Der Überfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in Brüssel. Bereits in der Vergangenheit waren Fußballprofis in der belgischen Hauptstadt Ziel von Übergriffen. Im Jahr 2022 wurde ein Spieler von Anderlecht vor einem Restaurant ausgeraubt. Die Polizei hat ihre Präsenz in Ausgehvierteln verstärkt, doch die Zahl der Gewalttaten bleibt hoch. „Es ist inakzeptabel, dass sich Menschen nicht mehr sicher fühlen können, selbst prominente Sportler“, kritisierte der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close. Er forderte strengere Strafen für Gewalttäter und mehr Videoüberwachung an neuralgischen Punkten.
Mohammed Fuseini, der aus Ghana stammt und seit 2023 für Saint-Gilloise spielt, ist für seine Schnelligkeit und Torgefahr bekannt. In der vergangenen Saison erzielte er sieben Tore in der belgischen Liga. Der Angriff könnte seine Vorbereitung auf die neue Spielzeit beeinträchtigen. Der Verein rechnet jedoch damit, dass der Stürmer in wenigen Tagen wieder trainieren kann. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer etwas gesehen hat, soll sich unter der Notrufnummer 101 melden.



