Uefa beruft Dringlichkeitstreffen zu Fifa-Investorendeal ein
Uefa beruft Dringlichkeitstreffen zu Fifa-Investorendeal

Die Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union (Uefa) werden noch am heutigen Donnerstag in einem Dringlichkeitstreffen über die umstrittenen Investorenpläne des Weltverbandes Fifa beraten. Das berichten unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ und der britische Sender BBC. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll die Sitzung am Nachmittag stattfinden. Die „Bild“ hatte zuvor gemeldet, dass es bereits am Mittwoch im kleineren Kreis eine Videoschalte der Uefa gegeben habe, an der auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf teilgenommen haben soll.

Uefa und DFB lehnen den Deal ab

Der vom Slowenen Aleksander Ceferin geführte europäische Dachverband hat den am Dienstag bekanntgewordenen geplanten Investorendeal der Fifa mehrfach scharf verurteilt. Auch Neuendorf hatte gewarnt, der Fußball dürfe nicht zum Spielball von Investoren gemacht werden. „Die Akzeptanz der Fans dürfen wir nicht verlieren, aber wir sind auf dem besten Wege, diese Akzeptanz zunichtezumachen. Das halte ich für überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes dem ZDF. Die Kritik richtet sich gegen den Plan der Fifa, einen Teil ihrer kommerziellen Rechte – etwa an der Weltmeisterschaft – an externe Investoren zu verkaufen, um eine Milliardensumme einzunehmen.

Infantino verteidigt den Vorstoß

Fifa-Präsident Gianni Infantino verteidigte den geplanten Einstieg externer Geldgeber als „einmalige Chance, die weltweite Entwicklung des Fußballs deutlich zu beschleunigen“. Infantino hatte sich in einer Videobotschaft am Mittwochabend geäußert. Laut übereinstimmenden Berichten setzte der Weltverband den 211 Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September, um dem Deal zuzustimmen, und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Diese sei als Anreiz für eine schnelle Zustimmung gedacht.

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Unterschiedliche Positionen in Europa

Während die meisten europäischen Verbände den Deal ablehnen, gibt es auch positive Stimmen. Der tschechische Verbandschef David Trunda sagte dem britischen Sender Sky News, er sehe Vorteile für den tschechischen Fußball und stehe den Plänen offen gegenüber. Die Uefa versucht nun, eine gemeinsame Position der europäischen Verbände zu finden, um geschlossen gegen den Investorendeal auftreten zu können. Ein mögliches Scheitern des Deals könnte zu erheblichen Spannungen zwischen der Fifa und der Uefa führen.

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