Der neue Trainer des FC Bayern II, Dante (42), erlebt einen Fehlstart in seine Trainerkarriere. Nach dem 0:4 im Testspiel gegen die Stuttgarter Kickers am Samstag kassierte der Brasilianer die dritte Niederlage im dritten Vorbereitungsspiel. Zuvor hatte seine Mannschaft bereits 0:2 gegen Legia Warschau und 1:4 bei Wacker Innsbruck verloren.
Dante nach Abpfiff sichtlich frustriert
Nach dem Schlusspfiff auf dem Trainingsgelände der Stuttgarter Kickers zog sich Dante lange mit seinem Trainerteam in der Kabine zurück. Er war der letzte Spieler, der den Bayern-Bus bestieg, der um 17 Uhr Richtung München aufbrach. Reporterfragen wich der Ex-Profi aus: „Wir müssen zum Bus, wir sind spät dran“, sagte er freundlich, aber bestimmt. Die zweieinhalbstündige Fahrt auf der A8 gab ihm Zeit zum Grübeln. Der Frust war dem früheren Weltklasse-Innenverteidiger deutlich anzumerken.
Aktive Seitenlinie, aber fehlende Umsetzung
Bei 30 Grad Celsius war Dante an der Seitenlinie sehr aktiv, gab ständig Kommandos und Tipps. Sein Lieblingsruf auf Deutsch: „Zusammen, Männer!“ Da Dante fünf Sprachen fließend beherrscht, mischte sich auch Französisch in seine Ansagen: „Allez, allez!“ (Vorwärts, vorwärts). Sportlich präsentierte sich der 42-Jährige in weißem Sneakern und Trainingsklamotten schlank, drahtig und topfit – einer Selbst-Einwechslung stünde konditionell nichts im Wege.
Doch seine Anweisungen werden von der Mannschaft bislang nicht umgesetzt. Die Spieler hören zwar aufmerksam zu, wenn der Trainer spricht – schließlich gewann Dante 2013 mit dem FC Bayern die Champions League, dazu vier Deutsche Meisterschaften und drei Pokalsiege. In der vergangenen Saison war er noch für OGC Nizza aktiv, im Frühjahr beendete er seine Spielerkarriere.
Wenig Zeit bis zum Regionalliga-Start
Bis zum ersten Pflichtspiel der Regionalliga Bayern am 27. Juli (19 Uhr) gegen den SC Eltersdorf bleiben nur noch zwei Wochen. Dante und sein Team müssen die Defizite schnell beheben, um den Fehlstart in der Vorbereitung nicht in die Saison zu tragen. Die 0:4-Pleite gegen die Stuttgarter Kickers war ein weiterer Rückschlag auf dem Weg, die Mannschaft auf das Liga-Niveau einzustellen.



