Bayern-Star Díaz: Zwei Tore aberkannt – Kolumbien dennoch im Achtelfinale
Díaz: Zwei Tore aberkannt – Kolumbien im Achtelfinale

Kolumbien hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Gruppe K den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht. Die Südamerikaner besiegten die Demokratische Republik Kongo mit 1:0 (0:0) – ein hart erkämpfter Sieg, der von zwei aberkannten Toren des Bayern-Stars Luis Díaz überschattet wurde. Der Außenseiter aus Afrika hatte zuvor bereits gegen Portugal ein 1:1 geholt und erneut eine starke Leistung gezeigt, musste sich aber letztlich geschlagen geben.

Abseits und Foul: Díaz‘ Tore zählen nicht

Bereits in der 6. Minute lag der Ball im Kongo-Netz, doch Schiedsrichter Maurizio Marinari (Italien) pfiff Abseits. Daniel Muñoz hatte nach einer Parade von Kongo-Torwart Lionel Mpasi-Nzau abgestaubt, stand aber mit der Schulter eine Nuance zu weit vorne – die Abseitsgrafik bestätigte die Entscheidung. In der 79. Minute eroberte Luis Díaz den Ball mit einem Schubser und traf, der Treffer wurde wegen Foulspiels aberkannt. Zwei Minuten später erzielte der Kolumbianer ein Traumtor, doch auch dieses zählte nicht – erneut Abseits. So blieb es beim 1:0-Siegtreffer durch Daniel Muñoz in der 76. Minute.

Kongo-Torwart Mpasi-Nzau überragend

Der große Rückhalt der Kongolesen war Torhüter Lionel Mpasi-Nzau. Der 31-Jährige, der in Frankreich beim Le Havre AC spielt, parierte mehrfach glänzend – unter anderem gegen Díaz in der 50. Minute. ARD-Kommentator Bernd Schmelzer lobte: „Eine Hand hat er immer dran. Oder ’nen Fuß, oder das Knie, die Wade, eine Faszie – er ist weiterhin nicht zu bezwingen.“ Mpasi-Nzau hielt sein Team lange im Spiel, musste sich am Ende aber geschlagen geben.

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Kolumbien nach Trinkpausen wie blockiert

Die Partie im mexikanischen Guadalajara war geprägt von Unterbrechungen. Nach den Trinkpausen wirkten die Kolumbianer jeweils wie von der Rolle – die Passpräzision ließ nach, das Spiel stockte. Schmelzer kommentierte: „Sie müssen versuchen, sich wieder zu entkrampfen. Es ist wie blockiert!“ So ging es torlos in die Halbzeit, während Kongo in der zweiten Hälfte sogar zu eigenen Chancen kam – etwa durch Yoane Wissa und Charles Pickel in der 69. Minute.

Historischer Rekord für James Rodríguez

Ex-Bayern-Star James Rodríguez feierte einen persönlichen Meilenstein: Mit seinem zehnten WM-Einsatz zog er mit den kolumbianischen Legenden Carlos Valderrama und Freddy Rincón gleich. In der 58. Minute wurde der Spielmacher ausgewechselt. Kolumbien trifft im letzten Gruppenspiel auf Portugal, das gegen Kongo ebenfalls nur 1:1 gespielt hatte. Kongo braucht im Parallelspiel gegen Portugal einen Sieg, um noch eine Chance aufs Achtelfinale zu haben.

Kongo-Knaller in der Nachspielzeit

In der ersten Minute der Nachspielzeit hatte Kongo noch den Ausgleich auf dem Fuß: Nathanael Mbuku zog ab, Kolumbiens Torwart Camilo Vargas parierte glänzend. Kurz darauf entschärfte Vargas auch einen Kopfball von Chancel Mbemba. So blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg für Kolumbien. Die Südamerikaner sind damit bereits für die K.o.-Runde qualifiziert, während Kongo im letzten Spiel gegen Portugal alles riskieren muss.

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