EASA zwingt 16 Airbus A380 wegen Rissen in Tragflächen zum Check
EASA zwingt 16 Airbus A380 zum Check wegen Rissen

Die Europäische Luftfahrtbehörde EASA hat eine Lufttüchtigkeitsanweisung erlassen, die 16 Airbus A380 der Fluggesellschaften Emirates und Qantas zu kurzfristigen Untersuchungen zwingt. Grund sind Risse in bestimmten Strukturteilen der Tragflächen, die die Stabilität der Flügel beeinträchtigen könnten. Die Anweisung vom 22. Juni wurde am 24. Juni wirksam.

Fünf Maschinen müssen vor dem nächsten Flug in die Werkstatt

Laut der EASA müssen fünf der betroffenen Flugzeuge noch vor ihrem nächsten Flug einer detaillierten Inspektion unterzogen werden. Die übrigen elf Maschinen haben eine Frist von 25 Flugzyklen, um den Check durchzuführen. Airbus selbst hält die zusätzliche Überprüfung für notwendig, um das mögliche Sicherheitsrisiko zu beheben.

Nach Informationen des Branchenportals „Aerospace Global News“ werden 15 der 16 Jets von Emirates betrieben, die verbleibende Maschine von Qantas. Emirates besitzt weltweit die mit Abstand größte A380-Flotte.

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Airbus stellte Bau des A380 2021 ein

Airbus hatte die Produktion des Riesenfliegers im Jahr 2021 aufgrund fehlender Neubestellungen eingestellt. Die Lufthansa hatte ihre A380 während der Corona-Pandemie zunächst stillgelegt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hielt einen erneuten Einsatz zeitweise für unrealistisch, nahm die verbliebenen Maschinen jedoch aufgrund der starken Passagiernachfrage wieder in Betrieb.

Die EASA betonte, dass die entdeckten Risse die strukturelle Integrität der Tragflächen gefährden könnten. Die Behörde handelte daher präventiv, um die Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten. Emirates und Qantas wurden angewiesen, die Inspektionen unverzüglich durchzuführen.

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