Der deutsche Nationalspieler Deniz Undav hat bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch ein starkes Zeichen für seine Identität gesetzt. Beim Auftaktsieg gegen Curaçao legte er zwei Tore vor und traf nach seiner Einwechslung in der 78. Minute selbst zum 3:0-Endstand. Seinen Treffer feierte er mit einem besonderen Tanz: leicht vorgebeugt, die Arme hinter dem Rücken verschränkt – ein Symbol für seine jesidisch-kurdischen Wurzeln.
Ein Zeichen gegen Rassismus und Hass
Undav ist rassistische Beschimpfungen, Vorwürfe des Verrats und Hass aus nationalistischen Kreisen gewohnt. Doch statt sich davon beeinflussen zu lassen, nutzt er die größte Bühne des Fußballs, um seine Herkunft stolz zu präsentieren. Der 28-Jährige, der für den VfB Stuttgart spielt, betonte mehrfach, dass er seine Identität nie verstecken werde.
Reaktionen auf den Jubel
In den sozialen Medien erhielt Undav viel Zuspruch für seinen Tanz. Viele Nutzer lobten seinen Mut, sich zu seiner Herkunft zu bekennen. Kritik kam vor allem von rechtsgerichteten Accounts, die ihm „Nestbeschmutzung“ vorwarfen. Undav selbst ließ die Anfeindungen kalt: „Ich feiere so, wie ich bin. Das ist meine Art, meinen Stolz zu zeigen.“
Mit seinem Auftritt bei der WM hat Deniz Undav einmal mehr bewiesen, dass Fußball mehr ist als nur ein Spiel – es ist eine Plattform für Vielfalt und Selbstbestimmung.



