Didier Deschamps, Trainer der französischen Nationalmannschaft, hat Lamine Yamal vom FC Barcelona als größte Gefahr für den erneuten WM-Titelgewinn bezeichnet. Im Gespräch mit BILD erklärte der 57-Jährige: „Yamal gehört zu den besten Spielern der Welt. Die spanische Mannschaft ist stärker, wenn er auf dem Platz steht. Yamal macht den Unterschied. Nicht nur wegen seiner Tore oder Vorlagen.“
Frankreich trifft im Halbfinale der Weltmeisterschaft in den USA auf Spanien. Die Partie findet am 14. Juli statt – dem französischen Nationalfeiertag. Ein Sieg und der Einzug ins Finale wären für Deschamps die perfekte Krönung dieses besonderen Datums. „Besser könnten ein Sieg und ein Finaleinzug nicht passen“, sagte er.
Yamals Einfluss auf das Spiel
Deschamps betonte, dass Yamal nicht nur durch Tore oder Vorlagen gefährlich sei, sondern vor allem durch seine Fähigkeit, das gesamte Spiel zu verändern. „Wenn ein Spieler wie er spielt, verändert er den Rhythmus des Spiels komplett. Er zwingt die Verteidiger dazu, sich anzupassen, er schafft Räume, wo keine sind, und er bringt Unberechenbarkeit ins Spiel, die sehr schwer zu kontrollieren ist“, so der Trainer.
Der 19-jährige Yamal hat sich in dieser WM zu einem der herausragenden Akteure entwickelt. Für Frankreich wird es darauf ankommen, ihn frühzeitig zu stellen und ihm keine Räume zu geben. Deschamps und sein Team haben sich intensiv auf die spanische Mannschaft vorbereitet, die als einer der Favoriten auf den Titel gilt.
Deschamps‘ Mission: Der dritte WM-Titel
Deschamps selbst jagt einen historischen Meilenstein. Als Kapitän gewann er 1998 den WM-Pokal, als Trainer 2018. Nun strebt er den dritten Stern an. Nur zwei weitere Personen haben diesen Doppelerfolg geschafft: der Brasilianer Mário Zagallo (†92) und Franz Beckenbauer (†78). Ein Sieg gegen Spanien würde Frankreich ins Finale bringen und Deschamps die Chance geben, sich mit einem weiteren Titel zu verabschieden.
Der Trainer hatte bereits vor dem WM-Start in BILD erklärt: „Es ist ein Privileg für mich, der Nationalmannschaft dienen zu dürfen, mit ihr Siege feiern zu können. Die Erfolge kann uns keiner nehmen. Weltmeister geworden zu sein, das hinterlässt Spuren. Alle Spieler und Trainer, die das geworden sind, egal aus welchem Land, haben ihren Vor- und Nachnamen behalten. Aber man hat dieses eine Wort hinzugefügt: Weltmeister.“
Nach 14 Jahren als Nationaltrainer würde Deschamps nach der WM zurücktreten. Ein Finalsieg wäre der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere. Zunächst aber gilt es, die spanische Hürde zu nehmen. Das Halbfinale in Dallas wird zur Bewährungsprobe für die Equipe Tricolore.



