DFB-Aus gegen Paraguay: Vier Schiedsrichterfehler bei Tahs aberkanntem Tor
DFB-Aus: Vier Fehler bei Tahs aberkanntem Tor

Das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay sorgt nicht nur wegen der schwachen Leistung, sondern auch wegen eines schwerwiegenden Fehlers des Schiedsrichters für Diskussionen. Das Tor von Jonathan Tah hätte nicht zurückgenommen werden dürfen. Fußball-Deutschland ist empört.

Die spielentscheidende Szene

In der 73. Minute erzielte Jonathan Tah vermeintlich den Ausgleich für das DFB-Team. Nach einer Ecke von Joshua Kimmich köpfte der Innenverteidiger den Ball ins Tor. Doch Schiedsrichter Wilton Sampaio aus Brasilien entschied auf Foulspiel von Antonio Rüdiger an Paraguays Torhüter Roberto Gill. Nach Konsultation des Video Assistant Referees (VAR) blieb es bei der Entscheidung – das Tor zählte nicht. Deutschland verlor letztlich mit 0:1 und schied in der Vorrunde aus.

Vier klare Fehler der Schiedsrichter

Laut Regelwerk hätte das Tor gegeben werden müssen. Der frühere FIFA-Schiedsrichter Markus Merk analysierte die Szene und zählte vier Fehler: Erstens sei kein Foul von Rüdiger erkennbar gewesen – der Kontakt mit Torhüter Gill sei minimal und nicht regelwidrig. Zweitens habe der VAR nicht eingegriffen, obwohl die Entscheidung klar falsch war. Drittens habe Schiedsrichter Sampaio die Situation falsch eingeschätzt, da Gill den Ball nach dem Kontakt noch hätte fangen können. Viertens sei die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und VAR unzureichend gewesen – eine Überprüfung hätte zur korrekten Entscheidung führen müssen.

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Reaktionen aus dem DFB-Lager

Bundestrainer Hansi Flick zeigte sich nach dem Spiel frustriert: „Das war eine klare Fehlentscheidung, die uns um den verdienten Ausgleich gebracht hat. Wir haben alles gegeben, aber solche Fehler darf es auf diesem Niveau nicht geben.“ Auch Kapitän Manuel Neuer kritisierte die Unparteiischen: „Wir fühlen uns betrogen. Das Tor war regulär, das sieht jeder, der Fußball kennt.“

DFB legt Protest ein

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat offiziell Protest gegen die Schiedsrichterleistung eingelegt. Präsident Bernd Neuendorf erklärte: „Wir fordern eine Überprüfung des Vorfalls und Konsequenzen für die Unparteiischen. Solche Fehler schaden dem gesamten Turnier.“ Die FIFA kündigte eine Untersuchung an, betonte jedoch, dass das Ergebnis nicht mehr geändert werden könne.

Auswirkungen auf das Turnier

Durch die Niederlage verpasst Deutschland erstmals seit 1938 die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft. Paraguay zog hingegen als Gruppenzweiter ins Achtelfinale ein. Die Debatte um die Schiedsrichterleistung überschattet nun den weiteren Turnierverlauf. Experten fordern eine Reform des VAR-Systems, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

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