DFB-Elite: Mangel an Weltklasse-Spielern vor EM 2028
DFB: Zu wenig Weltklasse-Spieler vor EM 2028

Nach dem frühen WM-Aus gegen Paraguay steht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor einem tiefgreifenden Umbruch. Unabhängig davon, wer künftig das Amt des Bundestrainers übernimmt – ob Julian Nagelsmann, Jürgen Klopp oder eine andere Person – das zentrale Problem bleibt bestehen: Es mangelt an absoluten Qualitätsspielern. Antonio Rüdiger, Abwehrchef von Real Madrid, sprach Klartext: „In den Momenten, in denen wir da sein müssen, sind wir nicht da – offensiv, defensiv.“ Der 33-Jährige fügte hinzu: „Fehlende Cleverness und fehlende Qualität, die andere Mannschaften haben.“

Hummels: Individuelle Klasse fehlt auf den meisten Positionen

Mats Hummels, Weltmeister von 2014, analysierte bei MagentaTV schonungslos: „Es fehlt an mehreren Ecken. Es fehlt die individuelle Klasse auf den meisten Positionen. Auf ganz wenigen haben wir sie.“ Selbst die talentiertesten Offensivspieler wie Jamal Musiala und Florian Wirtz, die bei der Heim-EM 2024 noch für Begeisterung sorgten, würden in Frankreichs Sturmreihe um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé oder Michael Olise keinen Stammplatz finden. Dennoch bleibt das Duo „Wusiala“ ein Hoffnungsträger für die Zukunft.

Junge Talente als Lichtblicke

Neben Musiala und Wirtz gibt es weitere vielversprechende Spieler: Bayerns Youngster Lennart Karl (18), der vor der WM verletzt ausfiel, Nathaniel Brown, Malick Thiaw, Aleksandar Pavlovic und Torwart Jonas Urbig, der beim FC Bayern vom scheidenden WM-Rekordtorwart Manuel Neuer (40) lernt. Auch die Offensivtalente Said El Mala (19) vom 1. FC Köln und Assan Ouedraogo (20) von RB Leipzig bringen Perspektiven mit. Der Umbruch wird radikal sein müssen, auch wenn der WM-Kader mangels Alternativen den Grundstock für das erste Nations-League-Spiel gegen die Niederlande am 24. September bilden dürfte.

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Abschied von Routiniers – Kimmich und Tah bleiben

Neben Neuer werden auch Torwart Oliver Baumann (36), Pascal Groß (35) und Leon Goretzka (31) wohl keine Zukunft im Nationalteam haben. Rüdiger wäre beim nächsten Turnier 35 – ob er weitermacht, ließ er offen: „Die habe ich natürlich immer. Aber man ist jetzt emotional. Ich habe jetzt Urlaub, ich habe Zeit nachzudenken. Und dann wird man sehen, was passiert.“ Joshua Kimmich (31) hingegen will weitermachen: „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf.“ Er hofft insgeheim, dass ein Trainer kommt, der ihn im Mittelfeld einsetzt. Abwehrchef Jonathan Tah (30) und Joker Deniz Undav (30) werden ebenfalls gebraucht. Marc-André ter Stegen (34) könnte nach einem Wechsel vom FC Barcelona ein Comeback feiern, und Serge Gnabry (30) könnte wieder helfen.

Sané fraglich – junge Spieler mit Potenzial

Leroy Sanés Zukunft ist ungewiss. Stattdessen setzt man auf junge Spieler wie Nico Schlotterbeck (26), Felix Nmecha (25), Kai Havertz (27) und Nick Woltemade (24). Auch Nadiem Amiri (29) überzeugte in seinen Kurzeinsätzen bei der WM und kritisierte die mangelnde Mentalität: „Die lassen einfach mehr auf dem Platz.“ Rüdiger fasste die Situation zusammen: „Wenn man dreimal in der WM so kläglich ausscheidet, muss man einiges hinterfragen.“ Der deutsche Fußball steht vor einer Generationenaufgabe – der Weg zur EM 2028 wird steinig.

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