Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen (58) hat sich erstmals ausführlich zum neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) geäußert. Bei einem Gespräch im traditionsreichen „Presse-Club“ am Münchner Marienplatz richtete der 58-Jährige eine unmissverständliche Botschaft an den früheren BVB-Coach: „Keine Arroganz, das war Tatsache.“ Damit bezog sich Dreesen auf die Wahl von Klopp zum Nachfolger von Julian Nagelsmann – eine Entscheidung, die in der deutschen Fußballszene für viel Wirbel gesorgt hatte.
Dreesens erste öffentliche Stellungnahme zu Klopp
Bislang hatte sich der Bayern-Chef bedeckt gehalten, was die Personalie Klopp anging. Doch nun, gut zwei Wochen nach der offiziellen Bekanntgabe, nahm er im Presse-Club Stellung. Vor rund 80 Gästen, darunter Journalisten und Vereinsvertreter, unterstrich Dreesen, dass die Münchener Führung die Berufung Klopps von Anfang an respektiert habe. „Wir sind überzeugt, dass Jürgen Klopp der richtige Mann für den DFB ist“, so Dreesen. Er lobte Klopps Erfolgsbilanz, insbesondere den Champions-League-Sieg mit dem FC Liverpool 2019 und die zwei Meistertitel mit Borussia Dortmund.
Der Satz, der für Aufsehen sorgt
Der Satz „Keine Arroganz, das war Tatsache“ wurde von den Anwesenden als Spitze gegen Kritiker interpretiert, die Bayern eine zu große Einflussnahme auf den DFB vorwerfen. Dreesen stellte klar: „Es geht nicht darum, wer wen empfiehlt, sondern darum, die beste Lösung für die Nationalmannschaft zu finden.“ Der 58-Jährige betonte, dass es zwischen Bayern und dem DFB keinen Streit gegeben habe, obwohl Klopp als ehemaliger Dortmunder Trainer traditionell als Rivale der Münchener gilt. „Jürgen und ich haben ein professionelles Verhältnis“, so Dreesen. „Wir schätzen uns gegenseitig.“
Hintergrund des Presse-Club-Auftritts
Der Münchner Presse-Club, eine traditionsreiche Institution für politische und gesellschaftliche Diskussionen, hatte Dreesen zu einem Abend über „Führung im Spitzensport“ eingeladen. Der Bayern-CEO sprach nicht nur über Klopp, sondern auch über die Zukunft des Vereins, die Bedeutung von Nachwuchsförderung und die finanzielle Stabilität des Rekordmeisters. Auf die Frage, warum er sich erst jetzt zu Klopp äußerte, meinte Dreesen: „Es war wichtig, den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Die Entscheidung des DFB war zu respektieren, und ich wollte nicht durch vorschnelle Kommentare Öl ins Feuer gießen.“
Reaktionen auf Dreesens Worte
In der Football-Community wurden Dreesens Äußerungen als versöhnliches Signal gewertet. Insider berichten, dass Klopp selbst positiv auf die Aussagen reagiert habe. Der Bundestrainer, der sich derzeit auf die bevorstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana vorbereitet, ließ über seinen Berater mitteilen, er freue sich über die Unterstützung des FC Bayern. Dreesen betonte abschließend: „Wir werden die Nationalmannschaft unterstützen, wo wir können. Denn eine starke DFB-Elf ist gut für den gesamten deutschen Fußball.“



