Die U23 von Dynamo Dresden wird in der kommenden Saison ihre Heimspiele im Heinz-Steyer-Stadion austragen. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Damit kehrt die SGD nach Jahren an ihre alte Wirkungsstätte zurück.
Umzug wegen Aufstieg in die Oberliga
Der Umzug ist eine direkte Folge des Erfolgs der vor einem Jahr neu installierten Reservemannschaft. In ihrer ersten Spielzeit wurde die Truppe von Trainer Sebastian König (38) Landesliga-Meister und stieg damit in die Oberliga auf. Eigentlich wollte Dynamo die Spiele der U23 aus Kostengründen weiter auf den Trainingsplätzen an der Pieschener Allee im Ostrapark austragen. Doch der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) untersagte dies, da in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse höhere Anforderungen an die Spielstätte gestellt werden.
Steyer-Stadion als Schmuckkästchen
Deshalb müssen die Schwarz-Gelben nun im Steyer-Stadion einmieten, das vor zwei Jahren nach einem Komplett-Neubau wiedereröffnet wurde. Die Arena gilt als echtes Schmuckkästchen. Durch den Umzug kreuzen sich auch wieder die Wege mit Dynamo-Legende Ralf Minge (65). Der einstige Top-Stürmer und langjährige Sportdirektor ist seit zwei Jahren als Abteilungsleiter des Sportparks Ostra für das Stadion zuständig.
„Wir stellen sozusagen als Dienstleister Dynamo auf Anfrage die Immobilie zur Verfügung“, erklärt Minge gegenüber BILD. Der Verein kann die Arena dabei nach seinen Wünschen bestellen, sozusagen scheibchenweise. Etwa mit oder ohne Nutzung der riesigen Video-Wand oder der Tontechnik. Auch die Tribünen können je nach Bedarf einzeln gebucht werden, da sich bei Oberliga-Spielen in der Regel der Zuschauer-Zuspruch im überschaubaren Rahmen halten dürfte.
Flexible Tribünenbuchung
So kann beispielsweise die komplette Nordtribüne nur dann mitgebucht werden, wenn bei sicherheitsrelevanten Spielen eine gewisse Anzahl an Gäste-Fans zu erwarten ist. Um diese so von den Heim-Fans zu trennen. Das könnte beispielsweise gleich beim Auftaktspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr) der Fall sein. Dann startet die U23 mit dem Derby-Knaller gegen den SC Freital.
Insgesamt fallen für die SGD durch den Umzug in der kommenden Saison nach BILD-Informationen Mietkosten im unteren fünfstelligen Bereich an.
Ausweichen nur bei Termin-Kollisionen
Nur in Ausnahmefällen könnte Dynamo Dresden auf den Trainingsplatz im Ostragehege ausweichen. Nämlich dann, wenn das Steyer-Stadion durch andere Veranstaltungen belegt ist. Neben den Leichtathleten des Dresdner SC nutzen unter anderem auch die Footballer der Dresden Monarchs, die DSC-Fußballer (Landesliga) und teilweise auch die Frauen vom 1. FFC Fortuna Rähnitz die Spielstätte.



