Mit stolzen 55 Millionen Euro wechselte Nathaniel Brown (23) von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern München – ein Bundesliga-interner Rekord. Sportvorstand Markus Krösche (45) zeigt sich hocherfreut über den Deal: „Das ist schon auch eine Auszeichnung. Erst mal für Nene, aber natürlich auch für uns als Eintracht Frankfurt.“ Der Linksverteidiger, der zuvor in Frankfurt eine starke Entwicklung nahm, ist nun der teuerste Spieler, der innerhalb der Bundesliga transferiert wurde. Der bisherige Rekord lag bei Julian Draxler, der 2015 für 43 Millionen von Schalke 04 zum VfL Wolfsburg wechselte.
Ein besonderer Transfer in der Bundesliga-Historie
Krösche betont die Seltenheit solcher Transfers: „Man sieht ja anhand der Historie, dass das nicht so häufig passiert, deshalb ist dieser Transfer auch etwas Besonderes.“ Er hebt hervor, dass der Nationalspieler der Bundesliga erhalten bleibt – im Gegensatz zu anderen Top-Talenten der letzten Jahre. „Wenn man sich jetzt die letzten Jahre anschaut, ob Woltemade, Wirtz, Ekitiké oder Marmoush, sie alle sind ins Ausland gegangen. Es ist für den deutschen Fußball gut, dass er in Deutschland bleibt.“
Kurioser Trainingslager-Zufall
Eine kuriose Randnotiz: Während Eintracht Frankfurt ihr Trainingslager am Chiemsee bezieht, residiert der neue Arbeitgeber Browns nur rund 60 Kilometer entfernt am Tegernsee. Für Brown selbst mag es seltsam sein, zwischen altem und neuem Team so nah beieinander zu trainieren. Dennoch ist die Freude in Frankfurt groß – der Rekordtransfer unterstreicht die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Hessen.
Auswirkungen auf den Verein
Der Transfer könnte für Eintracht Frankfurt langfristig positive Folgen haben: Die 55 Millionen Euro fließen in die Kasse des Vereins, der damit weiter in Talente investieren kann. Krösche sieht den Deal auch als Bestätigung der eigenen Arbeit: „Dass wir Spieler bei uns haben, die sich so entwickeln, dass sie dann zu Bayern München gehen – das ist eine Auszeichnung für den gesamten Verein.“
Ob Brown sich beim Rekordmeister durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. In Frankfurt hat er jedenfalls bleibende Eindrücke hinterlassen – sowohl sportlich als auch finanziell.



